Am Wochenende steigt erste ADAC Sachsenring Classic

Grand Prix-Sieger Ralf Waldmann

Publikumsliebling Ralf Waldmann nimmt auf einer DKW-Rennmaschine an Veranstaltung teil

Grand Prix-Sieger Ralf Waldmann
Der 20-fache Grand Prix-Sieger Ralf Waldmann auf der DKW 250 ccm Rennmaschine
Foto: Audi AG
HOHENSTEIN-ERNSTTHAL. Wenn am Wochenende auf dem Sachsenring die erste ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung stattfindet, dann ist auch Publikumsliebling Ralf Waldmann mit dabei. Der gebürtige Ennepetaler startet auf einer DKW SS 250 ccm Rennmaschine (Baujahr 1935). „Waldi“ ist die DKW bereits im Vorjahr Ende August bei der Classic TT auf der Insel of Man auf Einladung von Audi Tradition gefahren. Dort gewann vor 75 Jahren der DKW-Werksfahrer Ewald Kluge, der am 19. Januar 1909 in Lausa (heute Weixdorf) bei Dresden geboren wurde, als erster Deutscher Rennfahrer das schwierigste Motorradrennen der Welt. Auf dem 60 km langen Rundkurs siegte der 28-jährige Kluge in 3.21,56 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 125,56 km/h und hatte im Ziel über elf Minuten Vorsprung auf Ginger Wood. Ewald Kluge errang 1938 und 1939 auf DKW die Europameisterschaft und wurde viermal von 1936 bis 1939 Deutscher Meister in der 250 ccm Kategorie. Auf dem Sachsenring gewann Ewald Kluge drei Rennen auf DKW, das erste 1937 in der 250 ccm Klasse, dann noch 1938 und der letzte Sieg war 1952 in der 350 ccm Kategorie.
Die Original DKW-Rennmaschine von Ewald Kluge existiert leider nicht mehr, die historische Abteilung der AUDI AG hat eine DKW SS 250 ccm komplett neu nachgebaut.
„Zum 75-jährigen Jubiläumssieg von Ewald Kluge durfte ich bei der Classic TT an der Ehrenrunde (Lap of Honour) auf der DKW teilnehmen. Ich bin mit 100 km/h über die Strecke gefahren, den Berg runter hatte ich auch mal 120 drauf, leider ist bei der Hälfte der Strecke der Motor überhitzt, er hatte schon 100 Grad Wassertemperatur. Ich hatte einen Zündkerzenschlüssel dabei und habe dann die Zündkerze gewechselt, leider war der Motor zu heiß und ist nicht mehr angesprungen. Vor dem Start hatte ich mir noch eine 20 Pfund-Banknote eingesteckt und habe dann in einem Pub erst einmal ein Guinness-Bier getrunken“, meinte Waldmann.
Ralf Waldmann ist mit 20 GP-Siegen in den Klassen 125 und 250 ccm der erfolgreichste Grand Prix-Rennfahrer, der nie Weltmeister wurde. Seinen ersten Grand Prix-Sieg feierte Ralf Waldmann vor fast genau 23 Jahren am 26. Mai 1991 auf dem Hockenheimring in der 125 ccm Klasse – Hockenheim ist ja die Partnerstadt von Hohenstein-Ernstthal. 1996 und 1997 verfehlte Ralf Waldmann den WM-Titel in der Viertelliterkategorie (250 ccm) nur ganz knapp und wurde jeweils Vizeweltmeister hinter Max Biaggi aus Italien. Der 47-jährige Waldmann hat sich sehr für den Motorrad-GP auf dem Sachsenring eingesetzt und begeisterte die vielen Fans mit einem tollen dritten Platz beim Motorrad-WM Lauf 1999 auf dem Sachsenring. Hinter Sieger Valentino Rossi (Aprilia) und Loris Capirossi (Honda) überquerte „Waldi“ unter dem Jubel der vielen Zuschauer mit 9,030 Sekunden Rückstand als Dritter auf Aprilia die Ziellinie im Rennen in der 250 ccm Klasse. Im Jahre 2009 haben Martin Wimmer und Ralf Waldmann zusammen den Motorradhersteller MZ in Zschopau gekauft, doch bereits 2010 ist Waldmann bei MZ wieder ausgestiegen. Im Vorjahr arbeitete Ralf Waldmann als Mechaniker bei Max Neukirchner im Superbike-WM Team.
Bei der Premiere der ADAC Sachsenring Classic gibt es einen Teilnehmerrekord von 700 Teilnehmern in 18 verschiedenen Klassen. Einigen Fahrern musste wegen voller Starterfelder abgesagt werden. Am Freitag und Samstag geht es auf dem Sachsenring bereits ab 8 Uhr morgens los, am Sonntag beginnt die Veranstaltung ab 8.30 und geht abends bis nach 18 Uhr. Am Freitagabend findet um 17.30 Uhr ein Korso vom Sachsenring (Abfahrt am Medical Center) zum Altmarkt in der Stadtmitte von Hohenstein-Ernstthal statt, der dann um 19.30 Uhr wieder zur Rennstrecke zurückgeht.
Die ADAC Sachsenring Classic findet von Freitag bis Sonntag statt, das Wochenendticket inklusive Fahrerlagerzugang sowie freiem Parken am Sachsenring kostet im Vorverkauf 25 Euro für alle drei Tage, an der Tageskasse beträgt der Preis 30 Euro. Die Tageskarten für am Samstag und Sonntag kosten jeweils 20 Euro. Am Freitag ist der Eintritt frei. Weitere Informationen über die ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung gibt es im Internet unter www.sachsenring-classic.de.
Michael Sonnick @14.05.2014

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