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1. (N)Ostalgiefest im Greizer Schlossgarten

1. (N)Ostalgiefest im Greizer Schlossgarten
Das war das 1. Greizer Nostalgiefest des Vereins Bürgerinitiative „Weil wir Greiz lieben„ und des Greizer Fanfarenzugs, mit dem an die Feierkultur in der DDR erinnert werden sollte.

Rund 2000 Menschen, so schätzen die Veranstalter, waren im Laufe des Tages in den Schlossgarten gekommen, um der Premiere des N)Ostalgiefestes beizuwohnen.

GREIZ: Gleich um 09:45 Uhr gab es den ersten Ruf, als die Trommler des Fanfarenzug Greiz e.V. auf dem Greizer Puschkinplatz für die Veranstaltung trommelten. Kurz danach folgte im Greizer Schlossgarten die offizielle Eröffnung des Festes, immer wieder begleitet von den ankommenden Fahrzeugen der 36. ADAC – Oldtimer ausfahrt.
Der Greizer Fanfarenzug stand generell im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Idee hinter dem Fest war, die Erlöse der Vereinskasse zukommen zu lassen für die geplante Fahrt zu Weltmeisterschaft 2019 in Calgary in Kanada. Zur Unterstützung waren diverse Vereine der Einladung von „Weil wir Greiz lieben – Bürgerinitiative für ein lebendiges Greiz“ gefolgt und betrieben eine Bude für das leibliche Wohl. Auch an die Kitts war gedacht mit Kinderschminken, Bogenschießen und der
obligatorischen Hüpfburg. Aber auch der Infostand des Fanfarenzuges war bei vielen der kleineren Gäste ein Anlaufziel und die Instrumente wurden ausprobiert. Der Tanzsportverein Greiz zeigt auf der Bühne eine sehrabwechslungsreiche Show.
Von besonderer Aufmerksamkeit war natürlich der Bühnenauftritt des Fanfarenzug Greiz e.V. Michael Lippert sprach über den Verein und über die bevorstehende Reise nach Kanada. Er nutze gleich die
Gelegenheit, Bernd Jahn für 50 Jahre aktive Mitarbeit in Verein zu danken. Von den Musikern gab es spontan ein Ständchen für den Vorsitzenden des Fördervereins des Fanfarenzuges. Abend kam mit den frisch restaurierten W50 der Feuerwehr Greiz das Sandmännchen, Schnatterinchen und Frau Elster vorbei. Mehr als eine halbe Stunde unterhielten sie die Kinder, bevor der Lampionumzug startete unter Führung der Musikerinnen und Musiker. Kurz vor Schluss präsentierten die Trommler des Fanfarenzuges noch ihre Drumline und heizten die Stimmung im mittlerweile sehr kalt gewordenen Schlossgarten noch einmal an.

Meine Meinung:

Die Themen Ostalgie und DDR waren für viele Besucher etwas zu kurz gekommen. Wer nicht am Vormittag in den Schlossgarten kam, um die zahlreichen Oldtimer zu bewundern, konnte später am Tag „nur noch“ das eine oder andere Ausstellungsstück in einer der Buden sehen. Die Verpflegungsstände waren gut besucht und auf Wunsch der Besucher gab es dann auch, wenn auch nicht gleich zu Beginn, Thüringer Roster und Steaks. Gerade am Nachmittag waren alle Tische und Bänke belegt. Die Stimmung war ausgelassen. Leider, so resümierten auch die Veranstalter, war die aufgebaute Bühne oftmals verwaist. Beim nächsten Fest könnte man vielleicht Künstlern aus Greiz und Umgebung die Möglichkeit bieten, vor Publikum aufzutreten? Auch wären Verkaufsstände mit Produkten von Firmen, die die Wende 1989 „überlebt“ haben, ratsam. Erinnert sei hier stellvertretend an „Berggold“ aus Pößneck oder „Viba“ aus Schmalkalden. Zusammenfassend kann man sagen, dass das erste Greizer N)Ostalgiefest ein Erfolg war. Aber es ist noch Luft nach oben für das (hoffentlich) nächste Fest. Dann besteht auch für die ewigen Nörgler die Möglichkeit, sich einzubringen.

Rene’ Kramer @30.09.2018

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