Andrang zum »Kummertag«

Pferdeheiler und XXL-Ostfriese Tamme Hanken zu Gast in Greiz-Waldhaus. Fünf Tieren wird geholfen. Rund 70 Pferdefreunde aus der Region bekommen nützliche Tipps für ihre Tiere.

Pferdeheiler und XXL-Ostfriese Tamme Hanken
Pferdeheiler und XXL-Ostfriese Tamme Hanken zu Gast in Greiz-Waldhaus. Fünf Tieren wird geholfen. Rund 70 Pferdefreunde aus der Region bekommen nützliche Tipps für ihre Tiere.
GREIZ-WALDHAUS. Tamme Hanken, ein Hüne von Gestalt, deshalb auch der XXL-Ostfriese genannt, weilte in Greiz. Er ist Deutschlands bekanntester Pferdeheiler und Tierheilpraktiker. Die Friesen sagen dazu Knochenbrecher. Zeitungsberichten zufolge reicht Hankens Ruf bis zu den Scheichs in den Arabischer Emiraten und zum englischen Königshaus.
Doch was hat ein solcher Mann in Greiz zu tun? Töpfermeister Ralf Naundorf hat die Verbindung geknüpft. Er hatte sich eine französische Kaltblutstute Boulonnais zugelegt und war auf der Suche nach einem entsprechenden Rassedeckhengst, den er mit »Jumper« bei Tamme Hanken fand. »Jumper« sei der ideale Deckhengst für seine Stute »Jamira« gewesen, sagte Ralf Nauendorf. Im vergangenen Jahr kam das Stutenfohlen »Julie« zur Welt.
Erstmals in Greiz-Waldhaus war Tamme Hanken im vergangenen Jahr, weil er sich vom guten Zustand der beiden Boulonnais-Pferde überzeugen wollte. Für die Pferdefreunde der Region hielt er außerdem einen »Kummertag« ab und hatte dabei so manchem Vierbeiner wieder geholfen. Schon damals war er mit seinem holländischen Lehrling Martijn Kraaijenveld da. Beide sind Menschen, die Mund und Herz auf dem richtigen Fleck haben sowie ein ausgeprägtes Interesse für Mensch, Tier und Natur. Davon konnten sich nun erneut die Pferdefreunde der Region in Greiz-Waldhaus an der Töpferei Naundorf überzeugen, waren doch Tamme Hanken und Martijn Kraaijeveld wieder zu einem »Kummertag« gekommen. Fünf Pferden, vom 19-jährigen Arbeitspferd bis zum dreijährigen Springinsfeld, darunter das Shetland-Pony des Greizer Tiergeheges, halfen die beiden Gäste. Mit geübten Griffen kümmerten sie sich um Nerven, Sehnen und Muskulatur, um die Schmerzen der Tiere zu lindern.
Eisenmangel, Entwurmung, Selenzuführung, Mineralisierung des Tränkwassers, aber auch die natürliche Bekämpfung von Entzündungsherden waren weitere Themen. Der Rat der beiden Pferdefachleute war beim Publikum sehr gefragt.
Ungefähr 70 Pferdefreundewaren gekommen, um Tamme Hanken und Martijn Kraaijeveldt zu erleben. Beide äußerten sich sehr lobend über das Tiergehege in Greiz-Waldhaus und bescheinigten den Mitarbeitern eine engagierte Arbeit. Sie wunderten sich allerdings auch, dass eine landschaftlich so schön gelegene Einrichtung nicht besser vermarktet werde.
Gespräche wurden auch über die große Kaltblutschau geführt, die am 24. Juni auf dem Hanke schen Hof in Filsum an der deutsch-niederländischen Grenze unweit der Nordsee stattfand. Da waren nicht nur die Friesen dabei. Auch Ralf Naundorf hatte auf dieser Pferdeshow mit großem Erfolg seine Stute »Jamira« mit dem einjährigen Fohlen »Julie« vorgestellt. Die Gelegenheit wurde genutzt, um »Jamira« von »Jumper«, einem Bild von Rassehengst, erneut decken zu lassen.
Peter Reichardt @03.07.2012

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