Der Himmel lacht, die Erde jubiliert

Bach Konzert in der Stadtkirche St. Marien Greiz
Unter Leitung von Kantor Ralf Stiller musizieren die Sänger des Kantatenchores und die Musiker der Vogtland Philharmonie.

Langer, verdienter Beifall war der Lohn der begeisterten Zuhörer
GREIZ. Einhundertfünfzig erwartungsfrohe Gäste hatten am Donnerstagabend in der Stadtkirche „St. Marien“ Platz genommen. Auf dem Programm standen die Aufführung der Orchestersuite Nr. 3, D-Dur, BWV 1068 durch die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach, sowie die Motette „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“, BWV 226 und die Kantate „Der Himmel lacht, die Erde jubilieret“, BWV 31 des großen deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750).
Besonders durch den 2. Satz „Air“ wurde die Orchestersuite Nr. 3 bekannt und gilt als eines der berühmtesten Barockstücke überhaupt. Der ruhige und besinnliche Streichersatz dient dem mit Holz- und Blechbläsern besetzten pompösen Einleitungssatz als Gegenstück, der mit Oboen, Trompeten und Pauken besetzt ist. Seinen schwebend leichten Charakter erhält das Stück durch seine Dynamik und breite Melodieführung, die von den Musikern der Vogtland Philharmonie unter Leitung von Kantor Ralf Stiller mit Intensität und Emotion erzeugt wurde.
Die doppelchörige Motette „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“, die Bach für zwei vierstimmige Chöre komponierte, entstand im Jahr 1729 und wurde zum Gedächtnisgottesdienst für den Rektor der Thomasschule Johann Heinrich Ernesti zur Aufführung gebracht. Unter der engagierten Leitung von Kantor Ralf Stiller interpretierten die Sängerinnen und Sänger des Kantatenchores an „St. Marien“, unterstützt vom Jugendchor, dieses große Werk – waren dabei sprachlich wie auch stimmlich glänzend disponiert und beeindruckten durch einen fein balancierten Chorklang.
Die Kantate „Der Himmel lacht, die Erde jubilieret“, die Johann Sebastian Bach in Weimar für den ersten Ostertag des Jahres 1715 komponierte, avancierte zum Höhepunkt des einstündigen Konzertes. Der fanfarengleichen Einleitung folgte der Eingangschor, der die jubilierende Grundstimmung weiter trug. Die folgenden drei Sätze (Bass-Arie und -Rezitativ sowie Tenor-Rezitativ) wurden nur vom Basso continuo begleitet (hervorragend Sarah Stamboltsyan); die folgende Tenorarie von den Streichern. Bei der Sopran-Arie kommunizieren die Solistin Sarah Mengs und Oboistin Juliane Sigler in wunderbarer Manier miteinander. Die „letzte Stunde“, die im Text Erwähnung findet, bedeutet aber nicht nur den Tod, sondern zugleich die Auferweckung durch Christus, was der mächtige Schlusschoral untermauerte. Die ambitionierten Choristen des Kantatenchores an „St. Marien“ und die Solisten des Abends – Sarah Mengs (Sopran), Stephan Scherpe (Tenor) und Tobias Bader (Bass) – verstanden in wunderbarer Weise, die Botschaft dieses klangprächtigen Werkes zu vermitteln.
Langer, verdienter Beifall und stehende Ovationen waren der Dank der begeisterten Zuhörer an alle Mitwirkenden, allen voran Kantor Stiller, der die Leitung der Aufführung inne hatte.

Antje-Gesine Marsch @07.06.2014

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