Beriska-Ensemble gastiert in Greizer Michaeliskirche

Beriska-Ensemble gastiert in Greizer Michaeliskirche
Temperamentvolle Kosakenlieder gehören auch zum Repertoire des Ensembles "Beriska".

Mit wunderschönem Instrumentalspiel und beseeltem Gesang begeistern die Kiewer Musikstudenten die Gäste
GREIZ. Die Ukraine spielt derzeit in den Nachrichten eine zentrale Rolle. „Wir beten jeden Tag um Frieden“, sagte Wjatscheslaw, der Sprecher des Kiewer Ensembles „Beriska“, das am Montagabend in der St. Michaelis-Kirche gastierte. Die Musikstudenten Mariana, Maria und Roman sind derzeit auf Tour durch eine Vielzahl von Städten und machten traditionell auch in der Greizer St. Michaelis-Kirche Station, um die Gäste mit wunderschönem Instrumentalspiel und beseeltem Gesang zu begeistern. „Man kann sich diese wunderbare Musik nie überhören“, gestand der Pfarrer der Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche SELK, Harald Karpe, der sich seit vielen Jahren für die Organisation der Konzerte verantwortlich zeichnet.
Im Repertoire hatten Mariana, Maria (beide Bandura, Gesang)und Roman (Bajan, Gesang) geistliche Stücke, etwa „Ave Maria“, „Um deine Gnade bitten wir“ und „Lobe den Herren, meine Seele“.
Der zweite Teil des Programms war den ukrainischen Volksliedern vorbehalten, beispielsweise interpretierte das Trio die Kosaken-Ballade „Die Falken“, das Lied „Iwanku“ und das Stück „Der Geiger spielt auf der Straße“. Wjatscheslaw gab in bestem Deutsch einige Erläuterungen zu den einzelnen Stücken. „Die Liebe und die Heimatliebe spielen in der ukrainischen Musik eine zentrale Rolle“, wie er erklärte. Das Ensemble Beriska – auf Deutsch: Die Birke – konnte an diesem Abend mit traditioneller Musik einen tiefen Einblick in die Wärme, Tiefe, Heimatliebe und Zärtlichkeit der ukrainischen Seele vermitteln. Das besondere an dieser Musik ist die Kombination von Bandura und Gesang mit der Bajan, einer osteuropäischen Form des Akkordeons. Die Bandura ist ein 70-saitiges traditionelles Saiteninstrument, das eine etwa sechshundertjährige Geschichte aufweist. Ihr Klang erinnert an die keltische Harfe. „Früher spielten dieses Instrument vor allem ältere Herren, heute sind es junge Damen“, wie Wjatscheslaw schmunzelnd sagte. „Frieden, Liebe und ein langes, glückliches Leben“ wünschten die sympathischen Musiker, deren Programm mit herzlichem Applaus bedacht wurde, abschließend in einem Segenslied.

Antje-Gesine Marsch @02.09.2014