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Bürger- und Kartoffelfest als Event zum Tag der deutschen Einheit

Bürger- und Kartoffelfest als Event zum Tag der deutschen Einheit
4. Kartoffelfest in Reichenbach brachte Spaß für die Besucher aus nah und fern Foto: Jens Meinel

4. Kartoffelfest in Reichenbach brachte Spaß für die Besucher aus nah und fern

(Greiz/ Reichenbach) Der Feiertag „Tag der deutschen Einheit“ hat sich in unserer Region mehr und mehr zu einem Event-Tag entwickelt, den Familien unbeschwert genießen wollen. Im Thüringischen Vogtland ist es das „Neustadtfest“, das in Greiz an diesem Tag inzwischen eine feste Tradition hat. Neben Flohmarkt und Händlern bietet der „Tag der Vereine“ dem Ehrenamt die Möglichkeit, sich Besuchern zu präsentieren. Auch die Vergabe des Titels „Neustadtperle“ an engagierte Hauseigentümer ist immer ein Höhepunkt des Tages. Dem 3. Oktober fiebern inzwischen auch Vereine entgegen, wird doch an diesem Tag auch der „Verein des Jahres“ prämiert. In diesem Jahr machte der Fanfarenzug Greiz das Rennen.

In Reichenbach wird das Bürgerfest gefeiert, diesjährig erstmals zusammen mit dem Kartoffelfest

Was den Thüringern das Neustadtfest ist, ist in Reichenbach im sächsischen Vogtland traditionell das von der Stadt organisierte Bürgerfest. Hier hat sich inzwischen ein weiteres Event etabliert – das vom Gewerbeverein Reichenbach (GVR) organisierte „Kartoffelfest“. 2018 wurde beide Feste erstmals zusammengelegt, um Synergieeffekte nutzen zu können. Der Erfolg in diesem Jahr gibt beiden Organisatoren Recht. Besucher aus nah und fern (nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus dem benachbarten Greiz) nutzen die Zeit zum „schnuppern“. Der Markt wurde nicht nur von der Bühne des „Vogtlandradio“ dominiert. Sondern es hatte sich dort eine quasi internationale „Fressmeile“ etabliert, die rege Nachfrage bei den Besuchern fand. Bei mexikanischen, italienischen, indischen oder auch afrikanischen Spezialitäten kamen wirklich hungrige Besucher ebenso auf ihre Kosten wie diejenigen, denen angesichts leckerer Düfte einfach nur „der Zahn tropfte“ und man den Appetit stillen wollte. Das ging selbstredend auch mit Rostern, handmade-Burgern, leckere Crêpes oder original Annaberger Quarkbällchen. Die Besucher nutzen diese kulinarische Vielfalt gern. Auch auf dem Postplatz und an der Zenkergasse konnte man neben Langos auch Roster oder Kartoffel-Schaschlik genießen. Daneben gab es Getränke aus der Region sowie Spirituelles. Quatsch, natürlich Spirituosen – am Whisky- Wagen konnte man es mal auf schottisch versuchen.

Kartoffelfest bot Teilnehmern wie Besuchern mehrere „Gaudi-Events“

Am 2.10.2018 führte der GVT quasi den Probelauf für Weihnachten durch – bei den niedrigen Temperaturen wurde sehr erfolgreich der Glühweinverkauf platziert. Am 3. Oktober war das Wetter besser, so dass Kaffee und Kartoffel weggingen wie die sprichwörtlichen Semmeln. Letztlich war der GVR ausverkauft – immer ein gutes Zeichen. Aber auch die Gaudi kam nicht zu kurz. Für Heiterkeit bei Teilnehmern wie Publikum sorgte wieder einmal der „Kartoffel-Biathlon“. Vier Mann (oder Frau oder Mix) müssen sich – natürlich auf Zeit – koordiniert auf zwei Brettern bis zur „Schusslinie“ begeben, dort mit Erdäpfeln Körbe treffen und dann ohne Gesundheitsschäden wieder die Ziellinie erreichen. Was sich hier so simpel liest, ist real gar nicht so einfach. Dann wäre es aber auch keine Gaudi und kein Besuchermagnet auf dem Postplatz. Aber auch das Bühnenprogramm wurde angenommen – egal ob Kultur oder Gaudi. In Reichenbach gibt es die schöne Tradition, auch jungen Künstlern im wahrsten Sinne des Wortes eine Bühne zu bieten. Deren Darbietungen fanden viele Zuschauern und für Künstler gab es viel Applaus.

Das „Kartoffel-Wettschälen“ auf dem Postplatz war dann nochmals eine Gaudi-Veranstaltung, bei der es auf Geschicklichkeit ankam. Auch wenn Männer als kleine Jungs sicher viel geschnitzt haben- beim Kartoffelschälen auf Zeit sahen sie gegen Frau keinen Stich. Mit dem Landtagsabgeordneten Stephan Hösl (3. Platz) und Lutz Quellmalz auf dem 2. Platz schlug sich die Männerwelt zwar achtbar. Sie hatte jedoch letztlich gegen die Siegerin Elke Matthes keine Chance. Sie stellte auch gleich klar, wer nächstes Jahr die Hosen anhat. Moment – Hose ist nicht. Denn im nächsten Jahr soll sie den Titel im Dirndl verteidigen. Elke Matthes gab sich zwar kämpferisch, startete aber gleich einen humorvollen Spendenaufruf: „Wo bekomme ich für nächstes Jahr ein Dirndl her? Ich brauche dringend Sponsoren!“. Man darf also auf die 5. Auflage des Kartoffelfestes 2019 schon jetzt sehr gespannt sein.

03.10.2018@trö

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