Sind am liebsten zu Hause

Ella und Heinrich Richter begingen das Fest der Diamantenen Hochzeit
Der Bürgermeister der Stadt Greiz, Gerd Grüner (r.) und Peter Jahn-Illig als Vertreter der Greizer Landrätin (l.) gratulieren Ella und Heinrich Richter zur Diamantenen Hochzeit.

Ella und Heinrich Richter begingen das Fest der Diamantenen Hochzeit
GREIZ. Temperaturen um die Null Grad, Schneefall und eisiger Wind – was die Eheleute am Vormittag ihrer Hochzeit am 26. April 1956 erlebten, sollte sich wie ein roter Faden über die Goldene bis zur Diamantenen Hochzeit ziehen. Doch tragen das die Senioren mit Humor. “Diese Wetterkapriolen gehören im April eben dazu”, so die Meinung von Ella und Heinrich Richter in Schönfeld. Am Dienstag beging das Ehepaar das Jubiläum im Kreise ihrer großen Familie. Sieben Kinder, vierzehn Enkel und zehn Urenkel, die allesamt um Greiz herum leben, sind das Familienglück der Eheleute. Zu den Gratulanten des Tages gehörten auch der Bürgermeister der Stadt Greiz, Gerd Grüner (SPD) und Peter Jahn-Illig als Vertreter der Greizer Landrätin, die ihre herzlichsten Glückwünsche überbrachten.
Leicht hatten es die Richters im Leben nicht: Aus Ostpreußen mit dem Zug kommend, gehörten Ella und Heinrich, die zu dieser Zeit bereits sechs Kinder hatten, zu den Aussiedlern, die ihr Leben in Deutschland nicht gerade mit besten Voraussetzungen gestalten konnten. In ihr Wunschland Kanada ließ man sie nicht ausreisen – so war zunächst das sächsische Rochlitz zur neuen Heimat geworden, wo sie bis 1970 lebten. Dann bezogen sie das schöne Häuschen in Schönfeld, waren in der dortigen LPG “Thomas Müntzer” beschäftigt und hatten immer viel mit Tieren zu tun. Sie hielten sich auch privat Schweine, Geflügel, selbst einen Ochsen. Dass sie keine großen Reisen unternahmen, stellt für die Richters keinen Verzicht dar. “Wir sind am liebsten zu Hause”, so die junggebliebenen Eheleute. Der Zusammenhalt wurde in der Großfamilie immer groß geschrieben – man hilft sich gegenseitig und ist füreinander da. Kleine Ausfahrten, wie etwa der Besuch der “alten sächsischen Heimat” vor wenigen Tage gehören zu den Überraschungen, mit denen die Kinder immer wieder aufwarten. Oder eine Kutschfahrt “ins Blaue”, wie Heinrich mit Freude erzählt. Dass ihre Mutter oft “spinnt” erzählen die Töchter Edith, Helene und Renate herzhaft lachend. “Ja, das hat mir meine Therapeutin geraten”, wie Ella Richter sagt und stolz auf ihr Spinnrad zeigt. Sie habe schon immer gesponnen und aus der Wolle die ganze Familie “eingestrickt”. Richtig gefeiert wird die “Diamantene” in Seckels “Lindenhof” mit der ganzen Familie allerdings erst Anfang Juli. Da wird Heinrich Richter 80 Jahre alt und man begeht beide Jubiläen in großem Kreis.

Antje-Gesine Marsch @27.04.2016

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