Dreibarts Reise

Publikation zum Wandbild von Henrik Schrat in der Vogtlandhalle
Gerd Grüner, Bürgermeister der Stadt Greiz, erhält von Thüringens Sozialministerin Heike Taubert einen Lotto-Scheck in Höhe von 5000 Euro

Publikation zum Wandbild von Henrik Schrat in der Vogtlandhalle bekommt 5000 Euro aus Lottomitteln
GREIZ. „Dreibarts Reise“ titelt das scherenschnittähnliche Wandgemälde des aus Greiz stammenden Künstlers Henrik Schrat, das seit Eröffnung der Vogtlandhalle das Bauwerk im Inneren ziert. Mit der Publikation, die Schrat gemeinsam mit seiner Ehefrau Christine Gräfin von Brühl erstellte, will der Künstler seine ganz persönliche Intention zu den einzelnen Szenen mitteilen, wie Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) bei der Übergabe des Lotto-Schecks in Höhe von 5000 Euro durch Sozialministerin Heike Taubert (SPD) sagte. Dabei müsse die Fantasie des Betrachters durchaus nicht deckungsgleich mit den Erläuterungen des Künstlers sein, wie Grüner mutmaßt. In die Broschüre werden auf etwa 50 Seiten neben den Ausführungen von Henrik Schrat auch Sagen des Greizer Heimatforschers Rudolf Schramm einfließen. Ursprünglich sei der Druck von 500 Stück geplant gewesen, aber sicher werden es mehr, so das Stadtoberhaupt. Die Restsumme man rechnet mit etwa 500 bis 1000 Euro werde seitens der Stadt Greiz beigesteuert. Gegen eine Schutzgebühr wird die Broschüre, deren Arbeitstitel Dreibarts Reise lautet, mit Beginn der neuen Spielzeit in der Vogtlandhalle zu erwerben sein.

Antje-Gesine Marsch @02.04.2012

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu Dreibarts Reise

  1. Wer braucht schon die Jugend? Die gehen doch eh nicht wählen, oder? Deswegen dampft der Landkreis auch die Streetworker ein. Wichtig sind in Greiz die Senioren, damit in Stadt und Landkreis die Amtsinhaber ein „weiter so“ erfolgreich umsetzen können. Deswegen gibt es auch einen Seniorenbeirat. Weiter so heisst auch, dass weiterhin keine Investoren und keine Arbeitsplätze in Greiz angesiedelt werden (sondern in Reichenbach, Ronneburg oder sogar Mohlsdorf). Weiter so heisst, dass die Amtsinhaber weiter ungestraft das Märchen erzählen, ohne Autobahnanbindung gibt es leider keine Investoren (BM Häckert gibt den Mohlsdorfer Investoren bestimmt bis heute LSD in den Kaffee, damit die nicht merken, dass Mohlsdorf keine Autobahn- und keine Bundesstraßenanbindung hat, oder?) – und die Greizer glauben das noch! Weiter so heisst, dass sich die selbst getroffene Prophezeiung aus dem Stadtentwicklungskonzept (15.-18.000 Einwohner in Greiz in 2020) auch erfüllen wird. Weiter so heisst dann folgerichtig, dass noch weniger Schlüsselzuweisungen (Mittel des Landes pro Einwohner) fließen werden und sich das Haushaltsdefizit (immerhin bauen wir ja „weiter so“ immer neue Wahlgeschenke wie Zweifelderhallen für den Schulsport, ohne dass die Stadt dafür zuständig ist und an dem Standort sich eine Schule befindet) weiter vergößert. Frage: Würden Sie „in Kleinen“ für Ihren Nachbarn aus der eigenen Tasche bauen? Nicht? Warum unterstützen Sie das dann im Großen, wenn Sie „weiter so“ wählen? Die Schuldenlast je Einwohner steigt dann weiter, die (finanzielle) Handlungsfähigkeit der Stadt Greiz ist selbst mit den besten buchhalterischen Taschenspielertricks irgendwann endlich. Weiter so heisst, dass der ZV TAWEG ein Geheimbund bleibt und die BI um Dr. Hartmann (deren Verdienste in den 90-iger Jahren ich überhaupt nicht in Abrede stellen will!!!) als „Lendenschurz“ der Bürgerbeteiligung herhalten muss. Der TAWEG hat schon zig Prozesse wegen seiner Kalkulationen verloren – denen die BI immer brav zugestimmt hat, ohne uns Bürger jemals zu fragen. Weiter so heisst vielleicht, dass genau die Senioren (jetzt vielleicht noch agil und kulturbegeistert), die heute das „weiter so“ wählen, in sechs Jahren allein in städtischen Pflegeheim rumliegen, weil Kinder und Enkel wegen der Arbeit aus Greiz weggezogen sind. Das DDR- Bildungssystem war mal dafür berühmt, eine sehr gute und breite Allgemeinbildung angeboten zu haben. Nach 22 Jahren BLÖD- Zeitung merkt man nichts mehr davon, dass wir mal das „Ursache- Wirkungs- Prinzip“ beigebracht bekommen haben. Deswegen jubeln heute alle über 10 bzw. 5 T€‚¬ Lottomittel der SPD- Kreisvorsitzenden für „Scherenschnitte“, während manche Vereine mit Kinder- und Jugendarbeit jeden Tag neu den sprichwörtlichen Blick in ´s Klo üben müssen, weil sie kaum noch über finanzielle Mittel verfügen. Zumindest eines kann ich feststellen: für mich persönlich gibt es kein „weiter so“. Ich gehe schon aus Protest zur Wahl. Sie auch?

  2. Das Lottomittel in Wahlkampfzeiten gern von den Regierenden ausgegeben werden – persönliche Spenden aus dem eigenen Geldbeutel sind ja out – ist nix neues. Mich würde bloß mal interessieren, wer die Verwendung überwacht.
    Aber ich werde mir überlegen, ob ich noch in Thüringen Lotto spiele. Solche „sinnvolle“ Sachen will ich eigentlich nicht sponsern! Da sind mir Jugendklubs wie die „Alte Papierfabrik“ wesentlich lieber! Doch hier gibt es keine Scheckübergabe, leider!

Kommentare sind deaktiviert.