Dustin Simon als Neuling beim Towerrunnig dabei

Dustin Simon als Neuling beim Towerrunnig dabei
Dustin Simon aus Kleinreinsdorf nahm erfolgreich am Towerrrunning in Frankfurt/Main teil. Foto: Dustin Simon

1202 Stufen oder 61 Etagen im Messetower Frankfurt/Main erfolgreich bewältigt

KLEINREINSDORF/FRANKFURT. Towerrunning – was ist denn das nun wieder, wird manch einer der Leser fragen. Towerrunning ist ein Wettkampf, in dem Treppenhäuser in Hochhäusern oder großen Treppenanlagen in Städten bzw. Regionen von unten nach oben schnellstmöglich gelaufen werden. Verrückt! Aber doch eine seriöse Sportart in der der Cup „Towerrunning Serie Germany“ als Deutsche Meisterschaft gelaufen wird, genau so wie international der „World Cup Towerrunning“.
In diesem Jahr wurde im Messetower Frankfurt/Main die Deutsche Meisterschaft ausgetragen, die zeitgleich mit einem der Läufe beim „World Cup Towerrunning“ zusammen gelaufen wurde. Damit war von vorn herein die Besetzung dieses Wettkampfes hochklassig international.
Waren doch mit Piotr Lobodzinski ( Polen ), Thomas Celko ( Slowakei ) und Dr. Christian Riedl ( Deutschland ) die Top 3 der aktuellen Weltrangliste am Start. Davon nicht genug kam mit dem aktuellen Towerrunning-Champion aus Mexiko, Gustavo Isaak Mendoza, ein weiterer Favorit auf die Startliste, auf der auch Dustin Simon stand.
Knapp 500 Starter aus Deutschland, Australien, Polen, Spanien, Mexiko, der Slowakei und weiteren Nationen waren am Start und wollten die 61 Etagen mit 1202 Stufen aufwärts so schnell wie möglich bezwingen. Dustin Simon schaffte das in einer Zeit von knapp unter 10 Minuten und ordnete sich damit in der Altersklasse Männer (20 bis 30 Jahre) auf Platz 23 dieses Wettkampfes ein.
Ein toller Erfolg für den Neuling Dustin Simon in der deutschen Towerrunning-Szene. Dennoch war er alles andere als zufrieden mit sich selbst, schließlich hatte er in den letzten Wochen und Monaten hart trainiert. Mit dem Ergebnis von Frankfurt/Main hat er zwar sein Ziel, unter die Top 10 der deutschen Rangliste zu laufen nicht erreicht, trotzdem aber viele Erfahrungen gesammelt, um im nächsten Jahr dieses Ziel erneut anzugehen.

Gewinner im Frankfurter Messetower wurde mit neuem Weltrekord von 6:25,5 Min. Dr. Christian Riedl ( Deutschland ), vor Piotr Lobodzinski ( Polen ) und Thomas Celko ( Slowakei ).
Für Dustin Simon stehen die nächsten schweren Läufe an, so unter anderem der RED BULL – Cup in Titisee-Neustadt im Schwarzwald. Dort geht es zwei Mal die Hochfirst-Schanze hinauf, von der im Winter die internationale Skispringerelite in die Tiefe springt. Wünschen wir ihm viel Erfolg.

Peter Reichardt @27.07.2016

1202 Stufen in Frankfurter Messeturm erfolgreich bewältigt
Dustin Simon aus Kleinreinsdorf startete zur Deutschen Towerrunning Meisterschaft

KLEINREINSDORF/FRANKFURT. Die ersten Deutschen Meisterschaften verliefen für Dustin Simon in Frankfurt nicht gerade, wie er sich dies vorstellte.
Bereits am 11.06. machte er sich auf die Reise in die Banken- und Finanzstadt nach Frankfurt am Main. Am Samstagabend stand die SkyRun Eröffnungsfeier im 10. Stock des 256 Meter hohen Messeturms auf dem Plan. Hier begrüßte der Veranstalter und Rennleiter Michael Lederer die anwesenden Sportler und stellte die Top-Stars vor, denn am Rennen nahmen mit Piotr Lobodzinski (Polen), Thomas Celko (Slowakei) und Dr. Christian Riedl (Deutschland) die Top 3 der aktuellen Weltrangliste teil.

Davon nicht genug kam mit dem aktuellen Towerruning Champion aus Mexiko, Gustavo Isaac Mendoza, ein weiterer internationaler Top-Athlet dazu. Nach der Eröffnungsrede lud Lederer alle Sportler zur Pasta-Party ein, um genügend Kohlenhydrate für das Rennen am nächsten Morgen zu tanken. Knapp 500 Starter aus Deutschland, Australien, Polen, Spanien, Mexiko, Slowakei…waren gemeldet.

Simon war einer von 14 Eliteläufern. Elite heißt, dass die Läufer professionell oder semiprofessionell das Treppenlaufen betreiben und deshalb im 30 Sekunden – Abstand vor den anderen starten durften, um das Überholen langsamer Läufer im Treppenhaus zu verhindern. Gemessen wurde stets die Nettozeit, 25 Meter vor dem Tower bis in die 61. Etage.

Angefeuert von Cheerleadern und Zuschauern ging Dustin Simon Punkt 10:06:30 Uhr ins Rennen. Es regnete zu diesem Zeitpunkt in Strömen, dass sollte sich als Problem über die ersten Etagen darstellen, denn der Start war im Freien und die Schuhe deshalb nass. „Es war am Anfang sehr gefährlich, mit der nassen Schuhsohle um die schnellen Ecken im Hochhaus zu kommen“.

Nach 1202 Stufen also 61 Etagen erreichte Simon in knapp unter 10 Minuten die Spitze des Messeturms, dies sollte am Ende für Platz 23 in der Altersklasse der Männer von 20-30 Jahren reichen. Dennoch war er alles andere als zufrieden mit sich selbst, schließlich hat er die letzten Wochen und Monate hart trainiert. Sein Ziel war es, um 8.30 min. zu laufen. „Ich fühlte mich heute gar nicht gut. Das war mein schlechtestes Rennen der Saison. Vielleicht waren die zahlreichen Trainingseinheiten und Wettkämpfe der letzten Tage einfach zu viel und die Regeneration zu kurz“.

Den Sieg sollten die Top3 der Welt unter sich ausmachen, nur in veränderter Reihenfolge. Am Ende hieß es Riedl vor Lobodzinski und Celko. Dabei lief Riedl in 6:25,5min einen neuen Weltrekord.

Trotz der großen Enttäuschung bedankt sich der 23-jährige Neuling der Towerrunning Szene ganz besonders bei seinen Sponsoren und Unterstützern und blickt nach vorn „Für mich war alles neu, die 1202 Stufen, der Trubel der Medien und internationale Topstars. Ich nehme ganz viel Erfahrung mit, werde meinen Trainingsplan umstellen und im nächsten Jahr die Mission Top 10 nocheinmal angehen.“

Dustin Simon @26.06.2016