Nochmals Spendenmittel Fluthilfe Greiz 2013 übergeben

Spendenmittel Fluthilfe Greiz 2013
Christiane Gräßer und Gunter Stöhrl präsentieren den symbolischen Spendenscheck.

Größtes Spendenprojekt der Bürgerstiftung Greiz i.G. nun vor Abschluss
GREIZ. Die Bürgerstiftung Dresden drängelte nicht zu Unrecht: Ein anderthalbes Jahr nach dem verheerenden Elster-Hochwasser am ersten Juni-Wochenende 2013 sollte das Spendenprojekt “Fluthilfe Greiz 2013? dann doch vollständig zu Ende gebracht werden. Bedingt durch die ehrenamtliche Arbeit der Gründungskoordinatoren bei der Bürgerstiftung Greiz in Gründung (i.G.) war das Zeitbudget für Kontakte und Übergaben begrenzt. Umso mehr freuten sich die letzten Empfänger von Spenden, nach so langer Zeit und kurz vor dem Weihnachtsfest einen kleinen Geldsegen erhalten zu können.

Vorletzte Spende ging an Grundstücksgesellschaft der Greizer “Klinik im Leben”
Es standen noch Mittel zur Verfügung, die unter anderem auch für eine private Antragstellerin aus der Neustadt vorgesehen waren. Diese lehnte die Annahme letztlich mit der Begründung ab, sie “fühle sich nicht wohl, das Geld anzunehmen”. Die Schäden seien behoben, man habe dies aus eigenen finanziellen Mittel gestemmt. Trotz der Hinweise, dass das Geld ja von Spenderinnen und Spender auch und gerade für betroffene Privatleute gespendet worden sei, ließ sich die Greizerin nicht umstimmen. Sie war nicht von ihrem Entschluss abbringen, die Annahme der Spende abzulehnen. Dafür gebührt ihr unser Respekt. Sie war nicht die einzige GreizerIn, die unter Hinweis auf andere Mittel bzw. andere Geschädigte auf Spendengelder verzichtete. Ihre Ablehnung ermöglichte es der Bürgerstiftung Greiz i.G., noch zwei andere Anträge positiv zu entscheiden.

Die vorletzte Spende ging somit an die Grundstücksgesellschaft der Greizer “Klinik im Leben”. Die Privatklinik unterhalt in Greiz mehrere Standorte, die alle vom Juni-Hochwasser betroffen waren. Gunter Stöhrl, der Verwaltungsdirektor der Klinik, freute sich daher über die Spende und deren Höhe sehr: “Wir hätten nicht gedacht, dass unserem Antrag entsprochen wird. Schon gar nicht in der nun bekannten Höhe”. Der Verwaltungsdirektor zollte der Gründungsinitiative Respekt für das Engagement und den mit der Spendenaktion verbundenen Erfolg: “Wir unterhalten selbst ein private Stiftung im medizinischen Bereich und kennen daher den damit verbundenen juristischen und verwaltungstechnischen Aufwand, der mit einer Stiftungsgründung verbunden ist. Daher unser Respekt, wenn sich nun Greizerinnen und Greizer finden, die sich in einer Gemeinschaftsstiftung für die weitere positive Entwicklung unserer schönen Stadt einsetzen wollen”, so Stöhrl.

“Klinik im Leben” unterhält auch eigene Gesundheitsstiftung
Im wunderschön restaurierten Beratungszimmer der Villa des ehemaligen Greizer Wollfabrikanten Carl Schilbach konnten die Gründungskoordinatoren Christiane Maria Gräßer und Torsten Röder das Hochwasser-Spendenprojekt sowie andere Bürgerprojekte vorstellen, die durch die Gründungsinitiative seit 2013 bereits umgesetzt wurden. Die beiden zeigten im Gespräch aber auch, dass sie sich in der (durchaus übersichtlichen) Stifterszene von Greiz auskennen. So wussten sie, dass sich die o.g. Privatstiftung “Gesundheitsstiftung im LEBEN” als selbständige gemeinnützige Stiftung zur Förderung der Ganzheitsmedizin in Greiz seit längerem engagiert. Diese Stiftung wird durch deren Vorstand sowie das Kuratorium geleitet, vertreten durch Dr. Josph Wild, Dr. Stefan Gregori, Georg Büchele, Dr. Regine Schneider, Corina Wohlfeil-Großer, Dr. Uwe Reuter, Gunter Stöhrl, Klaus Riesel, Gerhard Küster. Seit Januar 2013 unterstützt der Lüscher Arbeitskreis als weitere Säule das Grundanliegen der Gesundheitsstiftung. Diese hatte, gemeinsam mit weiteren Partnern, im Mai 2014 bereits zum zweiten Mal den Vogtländischen Kongress für Naturgemäße Biologische Medizin organisiert.

Insofern knüpfen alle Beteiligten an die langen Stiftungstraditionen an, die unsere Stadt mit Stolz aufweisen kann. Auch wenn diese 1949 abrupt unterbrochen wurden, heißt das nicht, dass man diese Traditionen nicht wieder aufleben lassen kann. Andere Städte in den neuen Bundesländern wie z.B. Dresden oder Plauen machen dies erfolgreich vor.

Bürgerstiftung Greiz @27.12.2014