Greiz liest: Vorlesen kommt super an

Greiz liest: Vorlesen kommt super an
Der Chefarzt der Kinderklinik des Greizer Krankenhauses, Dr. med. Ulf Meyer (2.v.l.), Laura (l.), Kevin (r.) und Jonas (3.v.r.) haben sich mit kleinen Patienten im Spielzimmer zum Vorlesen verabredet.

Auch in der Kinderklinik des Kreiskrankenhauses Greiz und in der Grundschule Mohlsdorf war am Freitag Vorlesen angesagt

GREIZ/MOHLSDORF. Zum 14. Mal riefen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung ganz Deutschland am gestrigen Freitag zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag auf.
Für das Lesen und Vorlesen brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später mit mehr Begeisterung selbst zu Büchern, Zeitungen oder E-Books greifen.
Lesen als eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen der Welt macht Spaß und klug. Mindestens genauso viel Vergnügen bereitet Vorlesen und gern hört man zu, wenn vorgelesen wird.

Auch die Stadt-und Kreisbibliothek Greiz beteiligt sich seit vielen Jahren an der bundesweiten Leseaktion. Schüler des Ulf-Merbold-Gymnasiums gingen in zahlreiche Greizer Einrichtungen.

So wurde beispielsweise in der Kita „Käte Duncker“, der Buchhandlung „Bücherwurm“, dem Seniorenwohnzentrum „An der Schlossbrücke“ oder in der Grundschule Irchwitz vorgelesen.

Seit sechs Jahren sind Jonas Dietsch, Kevin Baumann und Laura Seliger – mittlerweile Zehntklässler des Ulf-Merbold-Gymnasiums – in der Kinderklinik des Greizer Krankenhauses als Vorleser aktiv. Am Freitagvormittag hatten sie Märchen, Sagen, Tiergeschichten und sogar einen Krimi im Gepäck. Auch die beliebte „kleine Raupe Nimmersatt“ gehörte zur Auswahl. Natürlich lag der Buchheld wie in jedem Jahr auch als großes Plüschtier auf dem Tisch des Spielzimmers der Station. „Eine schöne Tradition“, an der man sich gern beteiligt, nannte der Chefarzt der Kinderklinik, Dr. med. Ulf Meyer, diesen Vorlesetag.

Der bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen ist für auch Landtagspolitiker Christian Tischner (CDU) stets ein fester Termin im Kalender. In diesem Jahr hatte er sich zur Vorlesestunde mit den Schülern der 1. und 2. Klasse in der Grundschule Mohlsdorf verabredet. „Bei den Jüngsten das Interesse am Lesen zu wecken, macht mir immer wieder großen Spaß“, betont Tischner. Die Erstklässler hatten sich mehrheitlich für den Kinderbuchklassiker „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ entschieden.

Danach machte Christian Tischner die Jungen und Mädchen noch mit einer Sage aus ihrer Heimat bekannt. Was der arme Knecht und der reiche Bauer aus Herrmannsgrün mit den Unterirdischen erlebten, ließ sie staunen. Natürlich nutzten die Kinder anschließend die Gelegenheit, Fragen zu stellen. So wollten sie nicht nur wissen, was ein Politiker macht, sondern unter anderem auch, woher er seine „coole Frisur“ habe.

Stolz hatten die Mohlsdorfer zur Begrüßung des Vorlesers gezeigt, dass sie schon aus ihrer Fibel vorlesen können. Liliana übernahm diese Aufgabe, während Klara zum Abschluss der Schulstunde ein kleines Dankeschön übergab: selbstverständlich ein Buch.

Für die 24 Jungen und Mädchen der 2. Klasse in Mohlsdorf hatte Christian Tischner die Sage von der „Goldenen Kutsche in Waldhaus“ mitgebracht. Eine Geschichte aus der unmittelbaren Nachbarschaft, die die Schüler beim nächsten Ausflug in das beliebte Naherholungsgebiet auch ihren Eltern erzählen können.
Viel Spaß hatten die Mohlsdorfer auch mit einem Abenteuer von Alan MacDonalds „Rocco Randale“.

Antje-Gesine Marsch, Kathrin Schulz @18.11.2017

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