Greizer feierten das Martinsfest

Greizer feierten das Martinsfest
Traditionell wird die legendäre Mantelszene dargestellt.

Mit einer Veranstaltung in der Katholischen Kirche und einem großen Laternenumzug feierten große und kleine Greizer das Martinsfest

GREIZ. Vor über 1600 Jahren setzte Soldat Martin ein Hoffnungszeichen, als er die Hälfte seines Mantels einem frierenden Bettler gab. Noch heute erzählt man die Geschichte des späteren Martin von Tours und folgt mit Aktionen am Martinstag diesem Vorbild.

So auch am Samstag. als in Greiz das traditionelle Martinsfest gefeiert wurde – eine Veranstaltung, die seit Jahren gemeinsam von der evangelisch-lutherischen und katholischen Kirche unter dem ökumenischen Gedanken initiiert wird.

Mit ihren Laternen zogen Jung und Alt von der Katholischen Kirche aus, vom „Heiligen Martin“ (Maximilian Dziabel) auf seinem Ross angeführt, in den Schlossgarten. Unter den Klängen des Posaunenchores unter Leitung von Christian Mende wurde der Zug begrüßt, um anschließend die legendäre Mantelteilung auch darstellerisch zu erleben:
An einem Wintertag des Jahres 334 begegnete Soldat Martin, der spätere Bischof von Tours, einem armen, unbekleideten Mann. Außer Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich, doch teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab die eine Hälfte dem Armen. Im Traum sei ihm dann Christus erschienen, mit dem halben Mantel bekleidet. Im Matthäus-Evangelium steht „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ – erweist sich Martin so als Jünger Jesu.

„Wenn jeder sagt, das will ich nicht – was wird dann mit allen Aufgaben?“ Diese Frage hatten die Gemeindereferentin der Katholischen Kirche, Kerstin Czwienczek, und die neue Gemeindepädagogin der Evangelisch-Luherischen Kirchgemeinde, Ines Hohmuth, zuvor in der Katholischen Kirche gestellt.
Diesmal stand Jona im Fokus – ein biblischer Held, der sich Gottes Aufgabe entzieht, die Menschen in Ninive zu warnen. Er fuhr mit einem Schiff genau in die andere Richtung davon.
Auch Martin wollte sich seiner Aufgabe entziehen, Bischof zu werden. Er versteckte sich in einem Gänsestall.
Dass Jona und Martin letztlich doch zu der Erkenntnis kamen, ihre Aufgaben zu erfüllen, schlug den Bogen in die Gegenwart. „Auch wir kennen Dinge, die wir nicht oder nicht gern erledigen“, so Kerstin Czwienczek. Etwa abwaschen, Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben machen.
Eine „Idee für die Welt“ wurde unter dem Motto „Das kann ich gut…“ anschließend auf einen Daumen-Zettel geschrieben.

Zahlreiche Kinder brachten zudem liebevoll verpackte Präsente oder eine finanzielle Gabe mit, die dem Spendenladen in der „Siebenhitze“ übergeben werden. „Damit Kinder, denen es nicht so gut geht, auch ein Weihnachtsgeschenk erhalten“, wie es Kerstin Cziewenczek formulierte.

Antje-Gesine Marsch @13.11.2017

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