Greizer Nachwuchsringer dominieren Thüringer Meisterschaften

Greizer Nachwuchsringer dominieren Thüringer Meisterschaften
Die jüngsten Ringer des RSV Rotation schlossen hervorragend bei den Thüringer Meisterschaften in Pößneck ab. Foto: Constanze Warmuth

Zum Abschluss der thüringischen Einzel-Landesmeisterschaften gelang es den jüngsten Nachwuchsringern des RSV Rotation Greiz, Anschluss zu halten
PÖßNECK/GREIZ. Zum Abschluss der thüringischen Einzel-Landesmeisterschaften im Ringen gelang es den jüngsten Nachwuchsringern des RSV Rotation Greiz, Anschluss zu halten an die Erfolge ihrer älteren Vereinskameraden. Der Greizer Verein brachte bei den Titelkämpfen der Jugend C und D sowie der weiblichen Jugend und Schüler 19 Aktive, die mit 100 Punkten die Vereinswertung gewannen, auf die Matten in Pößneck. Insgesamt starteten 103 Sportlerinnen und Sportler aus 14 Vereinen. Die hinsichtlich der Teilnehmerzahl der Sportler folgenden Teams belegten auch die nächsten Plätze in der Mannschaftswertung: Sömmerda (15 Teilnehmer/69 Punkte), Apolda (13/59), Pößneck (12/49). Mit dem SV Fortuna Pößneck meldete sich ein traditionsreicher Ringkampfverein an die Spitze des Landes zurück, der in den letzten beiden Jahrzehnten eine Durststrecke zu bewältigen hatte. Andererseits überrascht das Abschneiden der langjährigen Hauptkonkurrenten der Greizer an Thüringens Spitze aus Jena (5.Platz mit 8 Startern und 38 Punkten) und Zella-Mehlis (6.Platz/7/35). Beim Abschneiden des Greizer Teams muss man berücksichtigen, dass die sportliche Leistungsfähigkeit der Vereine des Thüringer Ringerverbandes doch zurückgegangen ist. Während zum Beispiel der ehemalige Zweitligakonkurrent und Traditionsverein Albrechts nicht mehr in der Starterliste zu finden war, sind bei den ehemaligen Zweitligisten Altenburg und Erfurt aber auch in Bad Salzungen negative Entwicklungen zu verzeichnen. Großen Anteil am Greizer Erfolg hatten auch die sieben Suttner-Schwestern, die seit Januar für Greiz startberechtigt sind und sich bald mit ihrer Familie im Greizer Umfeld niederlassen werden. Nach ihren großen Erfolgen bei den deutschen Meisterschaften und dem stark besetzten internationalen Turnier in Thalheim wurden sie in Pößneck nicht voll gefordert, gewannen sechs Gold- und eine Silbermedaille. Ein besonderes Lob gebührt dem ausrichtenden Verein SV Fortuna Pößneck, der für hervorragende Organisation sorgte und den Siegern der einzelnen Gewichtsklassen ein T-Shirt überreichte.
Bei den weiblichen Schülern starteten neun Mädchen aus Greiz. Die Kleinste war Chiara Lea Weber (24 kg), die sich bei ihrem ersten Wettkampf über die Silbermedaille freuen konnte. Im Limit bis 28 kg belegten Pauline Hessel und die erstmals kämpfende Frieda Meyer die Plätze drei und vier. Erfolge der Suttner-Mädchen gab es durch Saskia (26 kg), Hilla (29 kg), Berta (32 kg) und Heidi (35 kg). Erna (29 kg) nur von ihrer Schwester Hilla bezwungen wurde Zweite. Nach ihrem guten Abschneiden in Thalheim holte sich Lea Kim Kuttkowski (38 kg) nach drei Kämpfen den Thüringer Meistertitel.
Die Teilnehmerfelder bei der weiblichen Jugend waren kleiner, so kam die deutsche Meisterin Marie Suttner (40 kg) sogar kampflos zum Sieg. Claudia Suttner siegte im 52 kg-Limit vor Jenny Hirsch.
Auch bei der D-Jugend gewann Greiz die Vereinswertung, wenn auch nur mit einem Punkt vor Zella-Mehlis. In der 29 kg-Klasse gab es einen Doppelsieg durch Pascal Hessel vor Schahrudy Juschaev, die alle fünf Gegner klar im Griff hatten. Pascal wurde zusätzlich als „Bester Kämpfer“ seiner Altersklasse geehrt. In der 34 kg-Klasse siegte Shaid Juschaev. Gabriel Rümpler wurde hier Vierter. Paul Müller (38 kg) sicherte sich Silber.
Bei der E-Jugend gingen mit Silas Warmuth und Shaun Taylor Kaul zwei junge Ringer ins Rennen, die noch wenig Kampferfahrung besitzen, sich aber ausgezeichnet schlugen. Während Silas (21 kg) im leichtesten Limit mit zwei Schultersiegen ohne Punktverlust siegte, belegte Shaun (28 kg) mit drei Schultersiegen Rang zwei.

Erhard Schmelzer @18.04.2016