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Greizer Theaterherbst nimmt sich der Freiheit an

Greizer Theaterherbst nimmt sich der Freiheit an
Berührendes Schicksal eines DDR-Wachhundes an der einstigen innerdeutschen Grenze: Mit dem Spiel „Die Hundegrenze“ präsentiert das studio44 Nordhausen ein erschütterndes Stück DDR-Geschichte. Foto: András Dobi

Festival Greizer Theaterherbst lädt vom 13. bis 22. September zu Premieren und Gastspielen ein

GREIZ. Nicht, dass sich der XXVII. Greizer Theaterherbst in diesem Jahr alle Freiheiten nimmt, wohl aber dreht sich unter dem Motto „Ich bin so frei“ alles um dieses, stets aktuelle, manchmal brisante, jedoch immer spannende Thema Freiheit. „Die ganze Stadt Greiz wird sozusagen zu einer Spielwiese der Freiheit“, sagt der künstlerische Leiter, der Berliner Schauspieler Martin Heesch. Dort toben sich in der Festivalwoche vom 13. bis 22. September sieben Werkstattprojekte und 13 Gastspiele künstlerisch aus.
Besonders spannend aber wird es in der Jugendwerkstatt, die den ersten Greizer Tatort-Krimi dreht.
Was in den Sommermonaten in mehrwöchigen Proben entstanden ist, wird nun dem Publikum präsentiert. Und dazu gehört natürlich auch der unter Leitung von Kai Wido Meyer und Franziska Dittrich, beide Berlin, entstandene „Tatort: Freiheit“, der im Greizer Kino „UT99“ seine Premiere feiern wird.
Wie immer wird auch das große Eröffnungsspektakel in Eigenregie erarbeitet. Unter dem Titel „Lass uns Wunder sein…“ plant die Berliner Regisseurin Marie Rodewald ein aufwendiges, theatrales und musikalisches Spektakel gegen die Einsamkeit, inklusive der Besetzung der Vogtlandhalle, einer Demonstration und einem Open-Air-Konzert zum Abschluss.
In der von dem Dresdener Schauspieler Morten Gensch geleiteten Schauspielwerkstatt für Kinder wird eine Bühnenfassung des ungarischen Märchens „Jankó, der seinen Traum nicht erzählen wollte“ erarbeitet.
Und die Berliner Regisseurin Anika Pinter inszeniert in ihrer Schauspielwerkstatt das bitterböse und zugleich amüsante Stück „Bandscheibenvorfall“ von Ingrid Lausund.
Zudem erobern die Berliner Tänzer Ini Dill und Daniel Drabek mit den Mitwirkenden ihrer Bewegungswerkstatt „Zimmer frei“ leerstehende Greizer Gebäude, Räume und Schaufenster.
Und natürlich immer im Hintergrund präsent sind die Akteure der Ausstattungswerkstatt „Kabel, Kulissen und Kostüme“, die wieder von der Multitalentgeheimwaffe des Theaterherbstes, Julia Kopa, Berlin, geleitet wird.
Bereichert wird die Festivalwoche darüber hinaus mit verschiedenen Gastspiele freier Theatergruppen. So sind unter anderem die Nürnberger Puppenspielgruppe Thalias Kompagnons mit dem blutrünstigen „Macbeth für Anfänger“, das Potsdamer Neues Globe Theater mit ihrer modernen Fassung von Friedrich Schillers „Die Räuber“, das studio44 Nordhausen mit dem berührenden Puppenspiel „Die Hundegrenze“, die Berliner Gruppe Clauß/Gerhardt/Schumacher mit „Die Insel“ von Athol Fugard oder der Reaktionsraum Rudolstadt e.V. mit seiner Version von Miguel de Cervantes Klassiker „Don Quijote“ zu Gast in Greiz.
Nähere Infos: www.theaterherbst.de

Karsten Schaarschmidt, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit @11.09.2018

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