Hast Du Zeit – Zeit für Dich – Ökumenisches Straßenfest in Greiz

Ökumenisches Straßenfest in Greiz
Gretel Töpfer und Wilfried Schneider mit ihrer flotten Kaffeehausmusik

Gelebtes Miteinander
Ökumenisches Straßenfest zog auch in diesem Jahr viele Gäste an.

GREIZ. Ökumene ist reflektiertes und gelebtes Miteinander christlicher Kirchen und Gemeinden und beinhaltet einen tiefen Umgang von Lutheranern mit Katholiken, Reformierten und Freikirchen. In Greiz ist die Ökumene vielfältig, sagte Dietmar Brosig, Pfarrer der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde Greiz am Sonnabend, als zum Ökumenischen Straßenfest in die Nahmmacherstraße eingeladen wurde. „Hast Du Zeit – Zeit für Dich“ titelte das Fest in diesem Jahr. Viele fleißige Hände verschiedener christlicher Gemeinden hatten das traditionelle Fest gemeinsam vorbereitet, das mit einem ökumenischen Gottesdienst feierlich eröffnet wurde. Begegnungen und das gemeinsame Stehen vor Gott sollen heute in den Mittelpunkt rücken, wie Dietmar Brosig unterstrich. Die Kollekte des Gottesdienstes, der vom Ökumenischen Chor unter Leitung von Albrecht Rohleder musikalisch gestaltet wurde, erhielt Heidrun Linke vom Frauenschutzhaus für ihre verantwortungsvolle Arbeit. Im Anschluss luden viele Aktivitäten zum Mitmachen ein: So konnten am Stand der Kreiskirchensozialarbeit farbige Lampions gefertigt werden, nebenan sogar kleine Räucherhäuschen aus Tuffstein. Der Ökumenischen Kinderwoche kommt der Erlös zu Gute, der mit dem Verkauf von Artikeln des Eine-Welt-Ladens und von Basteleien erzielt wurde. Eine große Eckcouch mitten auf der Straße lud zum Verweilen ein. Jonas und Noah Stierand betrieben einen Trödelstand, der vor allem unter den Jüngsten für großes Interesse sorgte. Die Hälfte des eingenommenen Geldes wird gespendet, versprachen die Brüder einhellig. Wer es lieber sportlich wollte, konnte beim Human-Straßenkicker-Turnier die Jagd um Tore aufnehmen. Ein Novum gab es zudem in diesem Jahr, wie Alexander Brock, Leiter des Vorbereitungsteams sagte: Die gepflegte Anlage der Villa von Martin Schramm auf dem Gartenweg wurde zur Spielwiese, auf der die Kinder nach Herzenslust Stelzenlaufen oder Büchsenwerfen konnten. Im großen Innenhof der Carolinenstraße 26 konnte man bei flotter Kaffeehausmusik von Wilfried Schneider (Piano) und Gretel Töpfer (Violine) gemütlich Kaffee trinken und den leckeren hausgebackenen Kuchen probieren. Am Abend wurde in den Hof der Katholischen Kirche in die Cocktailbar zu Folk-Musik mit Ralf Dietsch eingeladen.

Antje-Gesine Marsch @30.06.2012