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Heute begeht der Greizer seinen 84. Geburtstag.

Straßenfest und Freigabe der Greizer August-Bebel-Straße
Der Greizer Dr. Werner Querfeld

Alles Gute, lieber Dr. Werner Querfeld!

GREIZ. Nicht verzagen, Querfeld fragen, gilt nicht erst seit der Veröffentlichung der Greizer Sonate von Hansgeorg Stengel als geflügeltes Wort. Dr. Werner Querfeld ist das, was man ein wandelndes Gedächtnis nennt. Jahreszahlen, geschichtliche Fakten, Ereignisse aus Politik, gesellschaftlichem Leben oder Kultur er hat alles im Kopf. Wer schreibt, der bleibt gab mir Dr. Werner Querfeld schon vor Jahren beherzt mit auf den Lebensweg. Und geschrieben hat er viel. Beispielsweise für den Greizer Heimatboten, bei dessen Gründung er im Jahr 1955 dabei war. Von Anfang an bereicherte er die geschichtliche Monatszeitschrift mit seinen interessanten wissenschaftlichen Beiträgen. Im Fokus seiner Betrachtungen standen dabei unter anderem das Barthsche Turmhaus (Fr.-Naumann-Straße), die Hirschkirche, die Greizer Stadtmauer oder die Schulverhältnisse in der Stadt.

Werner Querfeld wurde am 18. Januar 1929 in Greiz geboren. Von 1935 bis 1939 besuchte er die Grundschule der Bergschule in Greiz, im Jahr 1939 wechselte er an das Gymnasium. Nach dem Abitur studierte Querfeld an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Geschichte, Deutsch und Philosophie. Im November 1951 legte er sein Staatsexamen ab und promovierte im Jahr 1952. Sein Doktorvater war Prof. Dr. Dr. Friedrich Schneider, der sich ebenfalls große Verdienste um die Geschichtsaufarbeitung der Stadt Greiz machte. Im Jahr 1957 wurde das Buch Das Kultur-und Vereinsleben der Stadt Greiz während des 19. Jahrhunderts publiziert, das als 27. Band der Beiträge zur mittelalterlichen, neueren und allgemeinen Geschichte erschien.

Dr. Werner Querfeld arbeitete nach dem Studium als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Greizer Museen; von 1952 bis 54 im Heimatmuseum, anschließend bis 1957 in der Staatlichen Bücher-und Kupferstichsammlung im Sommerpalais. Am Institut für Archivwissenschaft Potsdam absolvierte er in den Jahren 1957/58 die Qualifizierung zum Wissenschaftlichen Archivar.
Im Mai 1960 wurde er Leiter des Thüringer Staatsarchivs. 34 Jahre lang bekleidete Dr. Querfeld diese Stelle – bis er 1994 in den Ruhestand ging.

Dr. Werner Querfeld beschäftigte sich neben seiner hauptberuflichen Arbeit auch mit der Landes-, Heimat und Ortsgeschichte. Insgesamt fertigte er in den Jahren 1952 bis 2004 739 Beiträge zur Veröffentlichung.
Bis heute steht er mit seinem umfangreichen Wissen Fragenden zur Seite und unterstützt diese. Oft sieht man ihn als interessierten Besucher von Veranstaltungen.
Für sein großes Engagement wurde Dr. Werner Querfeld im Jahr 1994 mit der Bürgermedaille der Stadt Greiz in Silber geehrt.
Heute begeht Werner Querfeld seinen 84. Geburtstag. Wünschen wir dem Jubilar noch viele schöne, vor allem gesunde Jahre, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Renate verbringen darf.

Antje-Gesine Marsch @18.01.2012

Quelle:
Pia Büttner: Autor der ersten Stunde
Heimatbote 1/2005

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