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Ringen: Greizer Jugendringer wieder an der Tabellenspitze

Saisonauftakt der Greizer Jugendringer hätte nicht besser gelingen können

Maximilian Böttger (rotes Trikot) bezwingt Janis Thomas aus Weißwasser.
Maximilian Böttger (rotes Trikot) bezwingt Janis Thomas aus Weißwasser.
GREIZ. Der Saisonauftakt der Greizer Jugendringer hätte nicht besser gelingen können. Die Jugendmannschaft des RSV Rotation Greiz gewann mit 4:0 Punkten das diesjährige Auftaktturnier in der heimischen Jahnturnhalle vor der Wettkampfgemeinschaft Pausa/Plauen (2:2) und Weißwasser (0:4). Die Vereine der Jugendliga Mitteldeutschlands haben sich, wie auch die Teams der Landesliga Thüringen und Sachsen, darauf verständigt nicht nur jeweils einen Mannschaftskampf am Wettkampftag durchzuführen, sondern Turnier mit drei Teams auszutragen.

RSV Rotation Greiz – SV Grün-Weiß Weißwasser 34:4
Weißwasser gehört zu den erfolgreichsten Nachwuchsteams Sachsens. In der Greizer Jahnturnhalle traten sie als Mannschaft allerdings erstmals an, was wohl zusammen mit der Umleitung dazu führte, dass die Oberlausitzer sehr spät in Greiz eintrafen. Auf der Matte dominierten dann die Greizer, die das Kunststück fertigbrachten, in allen ausgetragenen Kämpfen ohne Niederlage zu bleiben. Die vier Punkte der Gäste resultierten aus der von Greiz diesmal nicht besetzten 62 kg-Klasse. Einen besonderen Glanzpunkt setzte Karl Suttner, der im ungeliebten griechisch-römischen Stil kämpfend, den zwei Jahre älteren deutschen Meister dieser Stilart, Maximilian Simon, mit großartiger kämpferischer Leistung 2:0 bezwang. Alle anderen Greizer Sportler gewannen vor Ablauf der Kampfzeit auf Schultern: Heidi Suttner (28 kg), Lucas Hanke (31 kg), Marie Suttner (34 kg), Maximilian Böttger (38 kg), Anton Struchalin (42 kg), Lucas Kahnt (50 kg), Norman Heisig (55 kg) und Eric Jedanowski (+62 kg) In einem weiteren Schwergewichtskampf kam auch Johannes Krause zum Sieg.
Der gerade in die Schranken gewiesene Verein aus Weißwasser stand kurz danach vor einer Sensation. Die Trainer aus Pausa und Plauen hatte die Oberlausitzer wohl etwas unterschätzt und einige Reservekader eingesetzt. Am Ende reichte es gerade noch zu einem 20:18 Sieg für das Team aus dem sächsischen Vogtland. Bestnoten erhielt dabei der Greizer Nachwuchskampfrichter Stefan Hetzheim, der diesen Kampf souverän leitete.

RSV Rotation Greiz – WKG Pausa/Plauen 28:10
In den letzten vier Jahren war die Wettkampfgemeinschaft aus dem Vogtland der härteste Widersacher der Greizer Jugendmannschaft. Die Greizer gewannen zwar sechs der acht Vergleiche, aber auch diese Erfolge fielen meist knapp aus. Mit einem 28:10 Erfolg, dem höchsten Sieg des letzten halben Jahrzehntes, war auf keinen Fall zu rechnen, hatten doch die beiden Gegnervereine bei den mitteldeutschen Meisterschaften, hier wurde Greiz unter 82 Vereinen punktgleich mit Frankfurt/Oder Zweiter, die Plätze 5 (KSV Pausa) und 9 (ASV Plauen) erkämpft. Zum einen brachten die Greizer einen sehr ausgeglichenen Kader auf die Matte, der erstmals verstärkt durch die Mädchen der Suttner-Familie, vor allem gegen die sächsischen Kampfgemeinschaften mehr Variationsmöglichkeiten bietet. Zum anderen darf aber auch nicht vergessen werden, dass die Sachsen einige Ausfälle verkraften mussten.
Die erstmals eingesetzten Schwestern Heidi (28 kg) und Marie Suttner (34 kg) bewiesen wiedereinmal, dass in dieser Altersklasse Mädchen nicht nur mit den Jungen mithalten können, sondern auch Siege erringen können. Während Heidi mit 16:0 gegen Carlos Hupfer siegte, geriet Marie gegen Paul Tschersich in Rückstand, konnte das Blatt aber durch einen Schultersieg wenden. Mit der eigenen Waffe der Pausaer, einem Kopf-Hüft-Schwung, zwang Lucas Hanke (31 kg) Sid Wetzel bereits nach 42 Sekunden auf die Schultern. Rasul Galamatov (38 kg) hatte in diesem Jahr Julius Kunstmann mehrmals bezwungen. Der etwas angeschlagene Sachse sah so keine Siegchance und nahm den Kampf nicht auf. Auch Anton Struchalin (42 kg) benötigte im freien Stil nicht lange zum Schultersieg über Max Schmalfuß. Den ersten Gästesieg erkämpfte der deutsche Vizemeister des Vorjahres Nils Buschner, der den zwei Jahre jüngeren Karl Suttner (42 kg) im griechisch-römischen Stil 5:1 bezwang. Lucas Kahnt (50 kg) hatte, wie auf der Gegenseite im 62 kg-Limit Alexander Porst, keinen Gegner. Norman Heisig (55 kg) schraubte, überlegend kämpfend, mit einem Schultersieg über Felix Kraus das Greizer Punktekonto auf 28. Im letzten Kampf traf Eric Jedanowski (+62 kg) auf den mit Abstand stärksten Pausaer, den Vizemeister des Vorjahres Kevin Drehmann. Die beiden 15-jährigen Sportler brachten jeweils 100 kg auf die Waage. Der Greizer bewies, das er die letzten drei Wochen intensiv trainiert hatte, unterlag allerdings dem zur deutschen Spitzenklasse gehörenden Gegner mit technischer Unterlegenheit.
Nächster Gegner der Greizer ist am 20.September in Aue die Kampfgemeinschaft Markneukirchen/Aue, die Werdau mit 22:14 bezwang.
Erhard Schmelzer @09.09.2014

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