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Als Solistin brillierte Kerstin Feltz in der Vogtlandhalle Greiz

6. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach in der Vogtlandhalle Greiz

Cellistin Kerstin Feltz begeisterte zum 6. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach auch mit ä‰douard Lalos Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll.

6.Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach in der Vogtlandhalle Greiz

GREIZ. Ein weit gefächertes Konzertspektrum erlebten die Besucher des 6. Sinfoniekonzertes, das am Freitagabend im Großen Saal der Vogtlandhalle Greiz stattfand.

Einen Schuss Lokalkolorit brachte der erste Teil in den Abend: Die Aufführung der Morgenstern-Miniaturen von Rainer Hrasky, einem in Auerbach lebenden Komponisten, vorgetragen vom Moritzburger Schauspieler Alf Mahlo, der die bezaubernde Poesie Morgensterns etwa Der Schnupfen – mit viel Pathos darbot. Das Stück MM Morgenstern-Miniaturen für 12 Blechbläser, Pauke und Schlagzeug entstand im Jahr 1982. Mit der Darbietung zeigte sich der Komponist zufrieden, etwas schlichter hätte er sich allerdings den Vortrag gewünscht. Dem Publikum jedenfalls gefiel es, manch heiteres Raunen ging durch den fast vollbesetzten Saal.

Zum Höhepunkt des Abends avancierten zwei ungemein grandiose Stücke aus der Celloliteratur: ä‰douard Lalos Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll und Max Bruchs Kol Nidrei. Als Solistin brillierte Kerstin Feltz, eine der gefragtesten Cellistinnen Europas. Mit wunderbar tonlicher Intensität trug sie die Werke vor. Dabei klang ihr stets geschmeidiger, fast meditativ wirkender Celloton nie aufgesetzt, sondern leidenschaftlich und raumfüllend, selbst in den Pianissimo-Passagen. Herzlicher Applaus der begeisterten Zuhörer war der Lohn für diese überragende Leistung, den die in Graz lebende Künstlerin mit zwei Zugaben zurückgab. Den Abschluss des Sinfoniekonzertes bildete Maurice Ravels beschwingtes Werk La Valse: Poä¨me chore`ographique pour orchestre.

In diesem Werk werden Elemente des Wiener Walzers aufgegriffen, die mit Rhythmik und Harmonik erweitert werden. An Stelle der Walzerseligkeit treten im Laufe des Stücks dissonante Harmonien und völlig verzerrte Rhythmen. Das Stück endet schließlich in einem chaotischen Finale. Unter Leitung des jungen britischen Dirigenten David Marlow überzeugten die Musiker der Vogtland Philharmonie mit künstlerischer Geschlossenheit. David Marlow wuchs in Deutschland auf und studierte in Detmold und Wien. Seit der Spielzeit 2012|2013 ist er 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD am theaterhagen. Er arbeitete unter anderem als Leiter des WDR-Rundfunkchores und war Assistent von Andris Nelsons in Bayreuth.

Antje-Gesine Marsch @15.02.2014

David Marlow neuer Chefdirigent der Vogtland Philharmonie

Gebürtiger Engländer setzte sich gegen 131 Mitbewerber durch
GREIZ/REICHENBACH. David Marlow heißt der neue Chefdirigent der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach. Der gebürtige Engländer ist auf Vorschlag der Musiker aus 131 Bewerbern vom Trägerverein des Orchesters gewählt worden. Er beginnt seine Arbeit mit dem 1. Sinfoniekonzert im September dieses Jahres. Sein Vertrag wurde zunächst auf 3 Jahre geschlossen.

6. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach in der Vogtlandhalle Greiz
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