Kevin Wahr fährt beim Comeback in Schleiz als Dritter auf das Podium

Kevin Wahr fährt beim Comeback in Schleiz als Dritter auf das Podium
Der Supersport-Meister von 2013 Kevin Wahr (Nagold/MVR-Yamaha) zeigte ein starkes Comeback in Schleiz (Foto Hermann Rüger)

Am Wochenende feierte Kevin Wahr aus Nagold sein Comeback bei der dritten Veranstaltung zur Internationalen Deutschen Motorrad Straßenmeisterschaft (IDM) in Schleiz. Auf der 3,805 km langen Naturrennstrecke in Thüringen ging Kevin Wahr für das niederländische MVR-Racing Team von Teamchef Mart van Roij in der Supersport 600-Klasse an den Start. Der 32-jährige Schwarzwälder ersetzt bei den vier restlichen IDM-Veranstaltungen in dieser Saison den verletzten Rennfahrer Marc Buchner. An Schleiz hatte Kevin Wahr gute Erinnerungen, 2013 feierte der Yamaha-Pilot einen Doppelsieg und holte sich dort am Jahresende auch den IDM-Meistertitel. Dazu gewann er in Schleiz auch 2016 und 2018 jeweils ein Rennen. Im Vorjahr nahm Kevin Wahr wegen der Corona-Pandemie nur beim Finale in Hockenheim als Gaststarter teil und feierte dort bei seinem Heimrennen gleich einen Doppelerfolg.

In Schleiz kam Kevin Wahr gleich super zurecht und fuhr im ersten freien Training am Freitag sogar die Bestzeit. Nach dem zweiten Training am Freitag war sein Yamaha-Markenkollege Max Enderlein (Hohenstein-Ernstthal) nur um 0,136 Sekunden etwas schneller. Beim Zeittraining erzielte Kevin Wahr die drittschnellste Zeit und ging aus der ersten Startreihe in die zwei Rennen über jeweils 15 Runden in der Supersport 600-Klasse. Beim ersten Lauf am Samstag hatte Kevin Wahr einen guten Start und lag bis zur Rennmitte an dritter Stelle, doch dann musste er sich dem Niederländer Glenn van Straalen (Kawasaki) geschlagen geben. Mit 14,499 Sekunden Rückstand auf den Sieger Patrick Hobelsberger (Yamaha) aus Landau an der Isar kam Wahr als Vierter ins Ziel.

Auch im zweiten Rennen am Sonntag hatte Kevin Wahr einen guten Start und lag in der Spitzengruppe. In der dritten Runde konnte er sogar kurz in Führung gehen. Doch dann gingen Patrick Hobelsberger sowie Max Enderlein vorbei und Kevin belegte mit 3,996 Sekunden den dritten Platz. Damit fuhr Kevin Wahr bei seinem Comeback gleich wieder auf das Podium.

Nach dem Rennen freute sich Kevin Wahr: „Danke an mein MVR-Team, ich hatte ein geniales Motorrad. Es ist schön, dass wir mit einem Pokal heimgehen. Die lange Pause war nicht ohne. Seit meinem Doppelsieg beim Finale im Vorjahr in Hockenheim habe ich auf zwei Rädern nur mein E-Bike mit meiner Tochter im Fahrradanhänger bewegt. Wir haben beim Motorrad so weitergemacht wie in Hockenheim. Nach dem ersten Lauf haben wir am Fahrwerk noch etwas geändert und ich konnte den Abstand zum Sieger um zehn Sekunden verringern.“ Im Gesamtklassement der IDM Supersport 600-Klasse konnte Hobelsberger mit seinem zweiten Doppelsieg nach Most/Tschechien die Führung mit 126 Punkten weiter ausbauen vor dem Franzosen Valentin Debise (Kawasaki) mit 96 Zählern. Nach sechs von 12 Läufen liegt Kevin Wahr mit 29 Punkten bereits auf dem elften Gesamtrang. Die beiden Supersport 600-Rennen von Schleiz kann man sich auf der Internetseite unter www.idm.de sowie über Facebook und YouTube anschauen. Weitere Informationen über die IDM gibt es unter www.IDM.de.

Text Michael Sonnick