Landrätin lud zum Jahresempfang in die Vogtlandhalle Greiz ein

In ihrer Festansprache kamen eine Vielzahl von Themen zur Sprache – Heinzjörg Fischbach bekommt Ehrenamtscard überreicht
GREIZ. Über 500 Vertreter des öffentlichen Lebens, der Behörden und Institutionen, der Wirtschaft, Kirchen, Bildung und Presse, sowie ehrenamtlich Tätige folgten am Freitagabend der Einladung von Martina Schweinsburg (CDU), Landrätin des Landkreises Greiz, zum Jahresempfang in den großen Saal der Vogtlandhalle Greiz. In ihrer Festansprache streifte die Landrätin die verschiedensten Themen, ging auf die Krisenherde der Welt ein, um den Kreis in Thüringen, dem Landkreis Greiz und den Kommunen zu schließen. Besonders nach Erfurt richtete sich ihr Blick. Dass man das „Regieren erst lernen“ müsse, wie Frau Schweinsburg unlängst gesagt bekam, leuchte ein, doch dürften die Kommunen nicht das Lehrgeld dafür bezahlen. Nach einhundert Tagen sollten die Neuzuschnitte in den Ministerien „nun endlich erfolgt sein“ – auch in Anbetracht des noch immer ausstehenden Haushalts für das Jahr 2015. Allein das Thema „Asyl“ zwinge zum schnellen, aber auch durchdachten Handeln. Derzeit sei man in Erfurt wohl eher mit der Verdrehung von Tatsachen beschäftigt, so ein Seitenhieb in Richtung Ministerpräsident, der medial rechtskonformes Handeln in Frage stellte. Verständnis hegt die Landrätin für Menschen, die Fremden „mit Skepsis oder gar Unbehagen“ begegnen. Schließlich sei diese Situation für die Bürger des Landkreises Greiz eine völlig neue. Doch würden die derzeit 279 Asylbewerber im Landkreis Greiz gerade einmal 0,3 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Ihr Verständnis höre allerdings da auf, wo Flüchtlingspolitik zum Spielball politischer Interessen werde und „extreme Aktivisten“ – ganz gleich ob vom linken oder rechten Spektrum – sich zu Lasten der Bevölkerung und Flüchtlinge öffentlich in Szene setzen, so Frau Schweinsburg. Allerdings – und das betonte die Landrätin klipp und klar – dürften Respekt und Aufmerksamkeit keine „Einbahnstraße“ sein; sie erwarte auch von den Flüchtlingen „Integrationsbereitschaft und Respekt vor unserer Kultur und Lebenseinstellung“. Gebraucht würden keine „großartigen, symbolträchtigen Willkommensgesten“, sondern „Solidarität und praktische Hilfe für diejenigen, die tatsächlich auf uns angewiesen sind, damit sie sich schnell und gut zurechtfinden“.
Martina Schweinsburg dankte allen Engagierten, die in der Region Netzwerke knüpften und die Flüchtlinge im täglichen Leben begleiten und betreuen.

Dank solider kontinuierlicher Haushaltsführung der zurückliegenden Jahre und der solidarischen Finanzpolitik der Kommunen sei man in der glücklichen Lage, im Landkreis Greiz mit Weitblick jene Investitionen zu tätigen, die Zukunftsfähigkeit ermöglichen, kam die Landrätin auf die Kreisebene zurück. Ganz oben auf der Agenda stünden nach wie vor die Schulsanierungen. Da sie wohl selbst den Begriff der Kontinuität bestens repräsentiere, versprach Martina Schweinsburg, eben dieser Kontinuität und Verlässlichkeit so lange zu entsprechen, wie dies von Bürgern des Landkreises Greiz getragen wird.

Mit der Ehrenamtscard wurde anschließend Heinzjörg Fischbach geehrt.
Der Jahresempfang wurde musikalisch von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter Leitung von GMD Stefan Fraas umrahmt.
Beim geselligen Teil des Abends – der ausschließlich durch Sponsoring getragen wurde – kamen die Gäste gut ins Gespräch.
Antje-Gesine Marsch @15.03.2015

Laudatio für Hansjörg Fischbach

Sehr geehrter Herr Fischbach, lieber Hansjörg,
mit der Thüringer Ehrenamtscard danke ich Dir für die 20 Jahre Arbeit im Kreistag Greiz und dessen Ausschüssen für Wirtschaft und Verkehr, Bau und Vergabe, Schule, Kultur und Sport, als Stiftungsrat und vor allem für die Arbeit als mein Beigeordneter während der letzten fünf Jahre.
Besonderer Dank aber für Dein stetiges ehrenamtliches Engagement in und für Deine Heimatstadt Ronneburg.
Nicht nur für die Ronneburger warst und bist Du einer von ihnen, weil Du immer und überall den Kontakt zu den Bürgern gesucht und gepflegt hast.
Dem Vertrauen Deiner Wähler gerecht werden, war für Dich in Deiner politischen Arbeit Motivation und oberstes Prinzip zugleich. Du selbst weiß am Besten, es sind nicht die Ämter und Titel, die Deine Lebensleistung würdigen sondern vielmehr sind es die Taten und die Ergebnisse deines persönlichen Einsatzes. Immer stand für Dich die Aufgabe der Du dientest, im Vordergrund.
Du selbst, ruhig und bescheiden hieltest Dich im Hintergrund.

Heute nun gebührt Dir das Rampenlicht. Nimm meinen, nimm unseren Dank und Respekt entgegen, verbunden mit den besten Wünschen für Deine persönliche Zukunft.

Landrätin Martina Schweinsburg @13.03.2015