Leserbrief: Verspäteter Osterspaziergang – Eine Betrachtung

Von Bürgermeister und Landrat befreit sind Stadt und Kreis durch des Wählers weisen Entscheid – Ein „Verspäteter Osterspaziergang“ durch den Wust von Wahlplakaten

GREIZ. Im Reußenland grünet Hoffnungsglück – so ähnlich hätte sich unser Herr von Goethe zu Wort gemeldet. Rechtzeitig vor der Wahl der Bürgermeister und Landräte in Thüringen hat die Natur den Winter verbannt und die Kraft der aufgehenden Sonne lässt Pflanzen erblühen und Wiesen ergrünen.
Noch grüner geht es nicht mehr.
Die Grünen scheinen noch im Winterschlaf zu liegen. Sie haben zumindestens erkannt, dass sie keinen geeigneten Kandidaten haben oder einen, der sich dafür hält.
Doch Grüner (SPD) geht und ein Berg von Problemen, deren Lösung auf sich warten ließ bleibt. Den nennt man Wartenberg (SPD).
Die langjährige Stadträtin und Kommunalpolitikerin entwickelt Ideen und Visionen zum Wohle unserer Stadt und ihrer Bürger. Doch im Falle ihres Wahlsieges steht ihr ein „steiniger“ Weg bevor.
Und nicht nur in Form eines gewissen Holger (Die Linke).
Dieser zeigte sich etwas weitblickender und kreativer als seine Mitkonkurrentin, die nur „Greiz hat Potential“ ausmachen konnte.
Herr Steiniger erkannte hingegen „Greiz hat riesiges Potential“.

Mehr Euphorie ließ sich keiner der anderen Kandidaten entlocken. Leider wissen wir nicht, was die verhinderten Kandidaten K&K dazu verkündet hätten.
Die IWA hat mit Dieter Zietan und Dr. Jörg Geißler zwei unverbrannte Eisen im Feuer. Das Jörgele macht darauf aufmerksam, dass er für Greiz ist. Ein taktisch kluger Schachzug. Bei seinem Bekanntheitsgrad könnte sonst mancher vermuten, dass er für Bad Köstritz antritt oder gar gegen Greiz ist. Eigentlich ein Kandidat für das Landratsamt.
Detlef Zietan sind 28 Jahre genug. Wie meint er denn das? Unsere Bundesrepublik ist doch so schön … demokratisch. Beide vereint der Wille „Abrisshäuser weg“. Wozu braucht das Krankenhaus ein Parkhaus? Soll es etwa abgewickelt und irgendwo zwischengeparkt werden?

Ist „Lidl darf bauen“ eine Feststellung oder eine Forderung? Ich hoffe, „aldi“ anderen dürfen dann auch.
Einen Ausweichtermin hat Alexander Schulze (Kandidat für CDU) mit dem Mittelalterspektakel in Weida, falls es als Bürgermeister nichts wird. Rätselhaft ist das Plakat mit „St. Adelheid lohnt sich“ – ist hier Martina gemeint, die vermutlich heilig gesprochen sein müsste?

So ein Wahlkampf stresst ganz schön. Martina Schweinsburg ist TOTAL am Ende und liegt ohne ELAN am Boden. Unweit des Alten Friedhofes hat sie sich schon wieder etwas aufgerappelt und muss Sven Weber (Die Linke) über sich ertragen. Zur Energieversorgung braucht sie nicht.
Das scheinen nur Ines Wartenberg und Sven Weber nötig zu haben.

Rätsel dagegen gibt Torsten Röder auf. Wie ist das mit dem Hexenfeuer gemeint? Nach anstrengenden Wahlkampfwochen ist die Heilpraktikerin gefragt.
Irgendwann eimal gab es auch konkrete Wahlaussagen und nicht nur nichtssagendes Geplärre. Schade!

Günter Stuchlik @17.04.2018