Bildbeschreibung → Der Lunziger Markt zog auch im Jahr 2018 tausende Besucher in seinen Bann. Auch viele Greizer konnte man unter den Händlern entdecken.

Lunziger Markt: Mekka für Schnäppchenjäger

Tausende Gäste strömen trotz Hitze am Sonntag auf den traditionellen Lunziger Markt

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LUNZIG/GREIZ. Selbst brütende Hitze konnte die eingefleischten Fans nicht davon abhalten, am Sonntag dem Lunziger Bauernmarkt einen Besuch abzustatten.
Jeweils am letzten Wochenende im Juli verwandelt sich das kleine Dorf in einen großen Jahrmarkt, der viele tausend Gäste aus nah und fern anzieht.
Heuer hatten sowohl die Besucher, die bereits ab 7 Uhr den Markt bevölkerten, als auch die Händler an 200 Ständen besonders mit den tropischen Temperaturen zu kämpfen.
Die brütende Hitze hielt viele Stöberfreunde allerdings nicht ab, über die Marktmeile zu schlendern, die ihrer Länge all Ehre machte.
Sieht man von den vielen Ständen ab, die Neuware, wie Kleidung, Hüte, Gürtel, Handtaschen oder Staubsaugerzubehör an den Mann bringen wollten, kamen die Schnäppchenjäger und Freunde des Trödelns und Feilschens voll auf ihre Kosten.
Üppiger Hausrat von der Kaffeetasse über Tischwäsche bis zur „Hitsche“, Bücher, Schallplatten, Kinderspielzeug, Musikinstrumente, Schmuck, Ansichtskarten, Ostalgisches, Gemälde oder Weihnachtsdekoration – das Sammlerherz vieler Marktgäste schlug höher.
Ortsansässige nutzen die Möglichkeit, den Trödel gleich aus ihrem Anwesen heraus zu verkaufen.
Die “Schweizergarde”, die im Geheimauftrag des Papstes unterwegs war, kassierte im Ordnungsdienst traditionell die Standgebühren der Händler.
Da der Lunziger Markt auch zusätzlich den Namen “Bauernmarkt” trägt, wurde selbst Kulinarisches, wie Brot, geräucherte Wurst, erlesene Weine, Honig oder Süßes aus eigener Produktion angeboten.
Der frühe Vogel fängt den Wurm – so kann man den Bauern-und Trödelmarkt traditionell beschreiben.
Wer es vorzog, am Sonntag lieber auszuschlafen oder ein ausgedehntes Sonntagsfrühstück zu sich zu nehmen, musste längere Wartezeiten bis zum Erhalten eines Parkplatzes auf dem großen Stoppelfeld einplanen.
Der Feuerwehrverein Lunzig e.V. scheute auch in diesem Jahr keine Zeit und Mühe, den überregional bekannten Markt akribisch zu organisieren.
Dass jeder Schnäppchenjäger auf seinen Kosten kam, steht außer Frage. Auch, dass der Lunziger Markt des kommenden Jahres bereits fest im Terminplan vieler Gäste vermerkt wurde.
Der Trödel-und Bauernmarkt kann auf eine sehr lange Tradition zurückblicken, die bis ins 16. Jahrhundert verbrieft ist.
Seit dem Jahr 1960 wurde er fast ohne Unterbrechungen jährlich abgehalten und schon in den 1980er Jahren wurden oft mehr als 2000 Besucher gezählt.

Antje-Gesine Marsch @30.07.2018

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