Machen statt reden

Gerd Grüner einstimmig als Bürgermeisterkandidat der SPD gewählt
Gerd Grüner wurde einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der SPD gewählt.

Gerd Grüner einstimmig als Bürgermeisterkandidat der SPD gewählt

GREIZ. Einstimmig wurde am Montagabend Gerd Grüner, Bürgermeister der Stadt Greiz (SPD) als Kandidat für das höchste Amt der Stadt ins Rennen geschickt. Glückwünsche dazu gab es nicht nur von Parteifreunden und Sympathisanten, sondern auch von Thüringens Sozialministerin Heike Taubert, die Grüner als „sicheren Punkt“ bezeichnete.
SPD-Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Seifert hatte zu Beginn der Veranstaltung den jetzigen Amtsinhaber zur Wahl vorgeschlagen und versichert, ihn mit aller Kraft im Wahlkampf zu unterstützen. Auch Harald Seidel betonte: „Gerade in diesen unruhigen Zeiten haben die Bürger das Bedürfnis nach Sicherheit.“ Als „Garant für Ehrlichkeit“ bezeichnete der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat, Harald Jatho den Kandidaten. Grüner selbst habe sorgfältig – vor allem auch innerhalb der Familie – abgewogen, sich noch einmal für sechs Jahre zur Wahl zur stellen; auch der Zuspruch aus der Bevölkerung habe ihn schließlich überzeugen können. Sechs Jahre Amtszeit ließ Gerd Grüner dabei noch einmal Revue passieren. Was hat man im Team geschafft? stellte Grüner in den Mittelpunkt seiner Bilanz. So habe man mit einer Summe von 5,7 Mio. Euro sechs Kilometer Straßen saniert und mit 1,2 Mio. Euro Straßeninstandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. In den Schlössern der Stadt seine 9,1 Mio. Euro verbaut worden, 284000 Euro wurden für die Freiwilligen Feuerwehren verausgabt. „Fördermittel kommen nicht automatisch“, wie Grüner betonte. Der „Wettstreit“ sei immens. In das Gewerbegebiet Zeulenrodaer Straße habe man 1,5 Mio. Euro investiert; für den Sport wurden 530000 Euro ausgegeben, für Kultur 76000 Euro, für Soziales 463000 Euro und im Kinder- und Jugendbereich 657000 Euro.
Die „leidige Diskussion“ um das Finanzierungsausgleichmodell sei hinderlich; schließlich wolle man „jetzt und in Zukunft“ den Menschen der Stadt die Eisbahn, die Museen oder die Bäder zu „sozialverträglichen Preisen“ anbieten. Das unterstreiche auch die „Zukunftsfähigkeit der Stadt“, denn der demografische Wandel sei kein Schlagwort, sondern beeinflusse die Entwicklung gravierend. Der „Wettstreit der Städte“ mit einem „Potpourri von Angeboten, um die Bürger in die Stadt zu ziehen“ entbrenne immer mehr. Die sichtbare Präsenz nach außen sei deshalb wichtig. Von höchster Priorität seien auch stabile Finanzen, so Grüner. So plane er, der Bevölkerung in Greiz und den Ortsteilen den Haushaltsplan für dieses Jahr vorzustellen. Die Wirtschaftsentwicklung der Stadt erklärte der Bürgermeister zur Chefsache. So gebe es beispielsweise die Idee, im alten Finanzamt ein Gründerzentrum einzurichten oder den Marstall weiterzuentwickeln. Planung und Beschlüsse sind da, so Grüner. Nun müsse nur noch ein konkreter Investor her. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien habe es vielversprechende Überlegungen gegeben.
Gerd Grüner dankte allen Unterstützern für die aktive Hilfe. Die Plakate mit dem Konterfei des Bürgermeisterkandidaten und dem Motto Machen statt reden werden nun auch den Wahlkampf der SPD einläuten, der am 22. April mit der Wahl des Bürgermeisters abschließt.

Antje-Gesine Marsch @06.03.2012