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MdL Christian Tischner: Gespräch zur Situation der ärztlichen Versorgung auf dem Lande

Gespräch zur Situation der ärztlichen Versorgung auf dem Lande
MdL Christian Tischner weist auf die wichtige Telefonnummer 116 117 hin. Foto: Kathrin Schulz

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte MdL Christian Tischner am Dienstag die Gemeinschaftspraxis Allgemeinmedizin von Dr. med. Petra Möhring und Dipl.-Med. Antje Rohleder in Mohlsdorf

MOHLSDORF/GREIZ. Vor zweieinhalb Jahrzehnten bewarb sich Dr. ned. Petra Möhring um die Landarztstelle in Mohlsdorf. “Ich wollte nicht in die Stadt. Meine Mitbewerberin von damals, Diplom-Medizinerin Antje Rohleder übrigens auch nicht. Also beschlossen wir, eine Gemeinschaftspraxis zu gründen. In diesem Jahr können wir Silberhochzeit feiern”, schmunzelt Dr. Möhring am Dienstagnachmittag während eines informativen Gesprächs mit MdL Christian Tischner (CDU) zur Situation der ärztlichen Versorgung auf dem Lande.
“Es ist die Patientenbindung, die die Arbeit als Landärztin für mich attraktiv macht”, bestätigt Dr. Möhring. “Ganze Familien sind hier in Behandlung.”
Vor drei Jahren zog die Praxisgemeinschaft in ein sehr modernes, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Domizil um.
Die Ärztinnen konnten sich hier im Neubau an der Raasdorfer Straße einmieten.
So weit so gut. Die Nachwuchssituation ist es, die den Ärztinnen die Sorgenfalten auf die Stirn treibt.
Mindestens fünf Hausärzte gehen in nächster Zeit in der Region in den Ruhestand.
Dennoch weist die Kassenärztliche Vereinigung keine vakanten Hausarztstellen aus.
Die Medizinischen Versorgungszentren und die Krankenhäuser kaufen die Arztpraxen und damit verbundenen Stellen aus dem niedergelassenen Bereich auf.
Inwieweit und wann sie wieder mit angestellten Ärzten besetzt werden, ist nicht sicher.
Wo also bleiben die Patienten und die Chancen für junge Hausärzte?
Eine Frage, die nicht nur hier, sondern landesweit steht.
Und die MdL Christian Tischner zur Diskussion mit in seine CDU-Fraktion im Thüringer Landtag nimmt.

Übrigens:
Kennen Sie die Telefonnummer 116 117?
Das ist der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst, den Patienten immer dann in Anspruch nehmen können, wenn ihre Arztpraxis geschlossen ist und sie ärztliche Hilfe brauchen, wenn kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt.
Diese Rufnummer, so die Erfahrung von Dr. Möhring, ist noch viel zu wenig bekannt.
Ansässige Ärzte gewährleisten diesen Bereitschaftsdienst, der unter anderem auch die Notaufnahme in Krankenhäusern entlasten soll.

Pressemitteilung MdL Christian Tischner @10.08.2018

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