Musik nicht nur hören, sondern auch sehen

Geburtstagskonzertes für Johann Sebastian Bach
Geburtstagskonzertes für Johann Sebastian Bach

Geburtstagskonzert für Johann Sebastian Bach in Greizer Stadtkirche
GREIZ. Zu einer ganz besonderen musikalischen Aufführung lädt der Kantor an „St. Marien“, Ralf Stiller, am Freitag, um 19 Uhr in die Stadtkirche ein: ein Geburtstagskonzert für Johann Sebastian Bach, der am 21. März vor 329 Jahren geboren wurde. Neben herausragenden Werken, die Kantor Stiller auf der Kreutzbach-Jehmlich-Orgel erklingen lässt, gibt es den Genuss nicht nur für die Ohren, sondern auch für die Augen. Die Musiker – dazu gehören neben dem Organisten auch Sopranistin Marcia Sacha aus Salzburg, der Trompeter Steffen Naumann aus Jena und ein Instrumentalensemble – werden in historischen Kostümen auftreten. „Wir sind gespannt, wie die Gäste das aufnehmen“, so Kantor Stiller. Alle Interessierten sind herzlich zu diesem Konzert eingeladen.
Vita Johann Sebastian Bach:
Johann Sebastian Bach wird am 21. März 1685 in Eisenach in eine weitverzweigte Familie von Musikern geboren. 1695, nach dem frühen Tod beider Eltern nimmt ihn sein älterer Bruder Johann Christoph zu sich nach Ohrdruf. 1700, Bach ist 15 Jahre alt, erhält er ein Stipendium an der Michaelis-Klosterschule in Lüneburg. Von dort unternimmt Bach mehrere Reisen nach Hamburg. Im März 1703 wird Bach – soeben mit der Schule fertig – als Lakai und Violinist am Hofe von Herzog Johann Ernst von Sachsen-Weimar angestellt.
Bereits nach wenigen Monaten (Juli 1703) verlässt er Weimar wieder, um in Arnstadt das Organistenamt an der Neuen Kirche zu übernehmen. Bachs berufliche Pflichten – Kirchendienst und Ausbildung von Schülern – lassen ihm genug Zeit, um seinen musikalischen Neigungen nachzugehen. Er schreibt seine ersten bedeutenden Orgelkompositionen. 1705 ist eine Reise Bachs nach Lübeck verbürgt, bei der er von einem anderen großen deutschen Orgelmeister, Dietrich Buxtehude, unterrichtet wird. Bach gerät mehrmals in Auseinandersetzungen mit seinem Arbeitgeber und muss sich vor dem Kirchenkonsistorium verantworten. 1707 ergreift er die Gelegenheit, Arnstadt zu verlassen und wird Organist der St.-Blasius-Kirche in Mühlhausen. Im gleichen Jahr heiratet er seine Cousine Maria Barbara.
Im Juni 1708 reicht der mittlerweile 23jährige Bach sein Entlassungsgesuch ein, um sich in Weimar bei Herzog Wilhelm Ernst als Hoforganist und Kammermusiker zu verdingen. Im Dezember des gleichen Jahres wird sein erstes Kind geboren, danach folgen sechs weitere Kinder in sieben Jahren. 1714 steigt er zum Konzertmeister auf – sein Ruf als Orgelvirtuose verbreitet sich rasch über die deutschen Lande. Im August 1717 wird Bach von Fürst Leopold zum Hofkapellmeister an dessen Hofe in Anhalt-Köthen ernannt, zugleich wird dieses Jahr wird vom Tod seiner Frau Maria Barbara überschattet – im Juli 1720 wird die erst 35jährige in Köthen begraben. Ein Jahr später heiratet Bach zum zweiten Mal: die Musikertocher Anna Magdalene Wilcke. Musikalisch ist die Zeit in Köthen fruchtbar, hier entstehen vor allem Instrumentalwerke wie Violinkonzerte, Orchestersuiten, und zahlreiche Klavierstücke.
Im Jahr 1723 wird die Position des Thomaskantors in Leipzig vakant, auf die Bach sich bewirbt. Im April wird er in dieses angesehene Amt gewählt und vereidigt. Auf seiner letzten Lebensstation schuf Bach seine großen Vokalwerke (Johannes- und Matthäuspassion), sowie zahlreiche Kantaten und Motetten. Am 28. Juli 1750 stirbt Johann Sebastian Bach 65jährig in Leipzig.

Antje-Gesine Marsch @19.03.2014
Quelle: www.bach.de

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