Oswald Sattler: Musikalisches Glaubensbekenntnis

Oswald Sattler: Musikalisches Glaubensbekenntnis
Im zweiten Teil nahm Oswald Sattler die Gäste mit in die Zeit der Weihnacht.

Musikalischer Hochgenuss und religiöse Tiefe in innigem Einklang
GREIZ. Voller Faszination und Begeisterung lauschten am Donnerstagabend zahlreiche Gäste in der Pohlitzer Kirche den Melodien von Oswald Sattler. Voller Beseeltheit und religiöser Tiefe durchfluteten die Lieder das Gotteshaus, das dem sakralen Konzert einen würdigen Rahmen gab. Seit dreizehn Jahren hat sich der in Kastelruth/Südtirol lebende Künstler, der im Bereich der Volksmusik alles nur Denkbare erreichte und sich als musikalischer Poet und Geschichtenerzähler einen Namen machte, auch der sakralen Musik verschrieben. Den Menschen in dieser zerrissenen Zeit Hoffnung und Halt zu geben, ist dabei erklärter Anspruch. Mit seinen religiösen Liedern möchte der Sänger Gewissheit schenken, dass aus dem Glauben eine Kraft entspringt, die den Stürmen des Lebens Stand hält, wie der gläubige Katholik im Gespräch betonte. Oswald Sattlers diesjährige Weihnachtstournee, die er in Greiz startete, beinhaltet neben berührenden sakralen Liedern, wie dem „Ave Maria – Lourdeslied“, dem wunderschön interpretierten „Näher mein Gott zu Dir“ und Franz Schuberts „Ave Maria“ auch Weisen, die die Besucher in die nahende Weihnachtszeit führen: „Süßer die Glocken nie klingen“, „Leise rieselt der Schnee“ oder eine musikalische Hommage an die „Weihnacht in den Dolomiten“ ließen die Zuhörer erahnen, wie schön man das Fest in Südtirol begeht. Zwischen den Titeln hatte Oswald Sattler, von dem eine innige Ruhe und authentisch gläubige Ausstrahlung aus ging, stets noch einige Worte zu den einzelnen Titeln, aber auch aufmunternde Sätze bereit. „Ich singe zum Lobpreis Gottes, damit Ihr in der Adventszeit zur inneren Ruhe findet“, wie der Interpret zu Beginn angekündigt hatte. Das vertrauliche „Ihr“ und „Euch“ brach sofort den Bann zwischen Künstler und Publikum und schuf eine Atmosphäre des Einander-Kennens und Verstehens. Die Worte „Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet“, wurden von den Gästen mit Zustimmung bedacht – auch den Titel „Wer glaubt, ist nicht allein“, verbunden mit der ausgesprochenen Bitte „Keiner soll das Gefühl haben, allein gelassen zu werden“, quittierte man mit Zustimmung. Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Zuhörer für die zwei erbaulichen Stunden – als Zugabe sang Oswald Sattler das „Vater unser“ und gemeinsam mit allen „Großer Gott, wir loben Dich“.
Pfarrer Christian Colditz, auf dessen Idee das Konzert basierte, bedankte sich herzlich bei dem Künstler, ebenso bei Gabi und Rolf-Jürgen Konrad von der gleichnamigen Konzertagentur, die die Veranstaltung mit viel Liebe und Engagement auf den Weg brachten. Wie Rolf-Jürgen Konrad eingangs ankündigte, werde von jeder Eintrittskarte ein Euro dem Förderverein der Pohlitzer Kirche gespendet. Auch dies wurde mit kräftigem Beifall bedacht. Einen weiteren Dank sprach Pfarrer Colditz den rührigen Gemeindegliedern aus, die die Kirche so schön vorbereiteten und zudem die Premiere der „Cafeteria“ unterstützten. „Ein wunderschöner Abend“, befanden die Gäste einhellig, als sie sich mit vielen Eindrücken und gestärkt von der frohen Botschaft auf den Nachhauseweg machten.

Antje-Gesine Marsch @27.11.2015