Bildbeschreibung → Der Ortsverein des BUND Greiz lud traditionell zur Herbst-Pflanzentauschbörse ein. v.l. Matthias Willer, Anita Michael, Karl Steinbach und Ulrike Rußner.

Gut besuchte Pflanzentauschbörse auf Greizer Markt

Mitglieder des Greizer BUND-Ortsvereins standen mit Rat und Tat zur Verfügung
GREIZ. Traditionell gut besucht zeigte sich am Dienstagvormittag die Pflanzentauschbörse des BUND-Ortsvereins Greiz auf dem Markt. Diese findet stets entsprechend der Vegetation im Frühjahr und Herbst statt, also zu Beginn und zum Ende des Gartenjahres. „Dass der Winter schon einmal ein kurzes Intermezzo gab, hat viele Gartenfreunde sicher erschreckt“, wie Ulrike Rußner lächelnd vermutete. Trotzdem fanden viele Interessierte den Weg zum Stand. Auch diesmal lag der Schwerpunkt der Veranstaltung auf dem Treffen von Privatleuten, Hobbygärtnern und Pflanzenliebhabern. Man brachte Saatgut oder Ableger mit, Stauden, Obstgehölze oder Küchenkräuter, die im eigenen Garten übermäßig vorhanden waren – und nahm andere Pflanzen wieder mit. „Auch eine Möglichkeit, auf einfache Art und Weise Vielfalt in den Garten zu bringen“, wie eine ältere Dame augenzwinkernd sagte. Sie hatte Aloe-Pflanzen mitgebracht, die sie auf dem heimischen Fensterstock im Überfluss verzeichnete „In der Regel ist zu viel von einer Sorte, aber zu wenig von verschiedenen Sorten vorhanden“, wie es Anita Michael vom BUND-Greiz formulierte. Geld fließt zur Pflanzentauschbörse nicht, doch bei vielfältigem Tauschangebot ist es auch möglich, Pflanzen gegen eine kleine Spende mitzunehmen. So eine Börse ist ein guter Ort zum Fachsimpeln und um Erfahrungen auszutauschen. Dabei standen die Mitglieder des Greizer Ortsvereins gern für Fragen zur Verfügung. Man konnte auch erfahren, wie die heimische Insektenvielfalt, beispielsweise Bienen, durch Bereitstellung artgemäßen Pflanzennahrungsangebotes unterstützt werden können. So etwa durch die gelb gefärbte Fette Henne, die Anita Michael in der Nähe von Würzburg auf einem Feld vorfand. Die nächste Börse haben die Greizer Umwelt-und Naturfreunde schon fest im Blick: „Am 3. Mai nächsten Jahres werden wir unseren Stand wieder aufbauen“, informierte Anita Michael bereits.

Antje-Gesine Marsch @21.10.2015

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