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Diana Jäschke auf Ebano neuer Fuchs beim RFV Mohlsdorf e.V.

Traditionelle Fuchsjagd des RFV Mohlsdorf e.V.

Die Jagdhornbläser aus Neuhaus im Harz vor der Töpferwerkstatt Ralf Naundorf in Waldhaus. Foto: Peter Reichardt

Traditionelle Fuchsjagd des RFV Mohlsdorf e.V. ging durch den Greiz-Werdauer Wald

Traditionelle Fuchsjagd des RFV Mohlsdorf e.V.
Auf geht es zur wilden Hatz um den Fuchs 2014
Foto: Peter Reichardt
MOHLSDORF. Am 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit – doch die Pferdesportfreunde vom RFV Mohlsdorf e.V. hatten am 4. Oktober 2014 zu ihrer nun schon traditionellen Fuchsjagd mit Ross, Reiter, Wagen und Kremser sowie den dazugehörigen Fahrern auf dem Kutschbock eingeladen und feierten so nicht nur den Tag der Deutschen Einheit, sondern vielmehr die Hubertusjagd. Die Jagd hoch zu Ross, doch ohne Hundemeute, schaut man in der Enzyklopädie bei Wikipedia nach. Die Pferdesportfreunde des RFV Mohlsdorf e.V. und ihre Gäste aus Thüringen, Sachsen und Bayern hatten, wie schon in den vergangenen Jahren, einen heißen Draht nach oben, denn Altweibersommer vom Feinsten mit strahlend blauem Himmel, angenehme Temperaturen und Sonnenschein ließen wettermäßig keine Wünsche offen. Das sorgte schon am Vormittag für Spaß und gute Laune bei den Teilnehmern dieser traditionellen Fuchsjagd des RFV Mohlsdorf e.V. Doch nicht nur bei diesen, sondern auch vielen anderen, die diesen Sonnabend zum Spaziergang durch den Greiz- Werdauer Wald, nach Bildhaus und Waldhaus nutzten. Natürlich gehörte der traditionelle Bügeltrunk und die Begrüßung durch den Master der Fuchsjagd, Hubert Jäschke zum Eröffnungsritual auf dem Abreitplatz des Reiterhofes Jäschke. Waren doch immerhin 60 Pferdesportfreunde, darunter 10 Reiter, 12 Kutschen und ein vollbeladener Kremser der Einladung gefolgt und genossen gemeinsam das herrliche Wetter sowie die herbstliche Färbung der traumhaft schönen Umgebung im Greiz-Werdauer Wald. Noch dazu, da die Jagdhornbläsergruppe aus Neuhof bei Bad Sachsa im Harz ( Niedersachsen ) wieder mit von der Partie war und mit dem Hornsignal „Reiter auf, Jagd frei und Halali“ beim Hissen der Vereinsflagge auf der Waldwiese am Hochbehälter Herrmannsgrün diese Hubertusjagd eröffnete. Schon da sehr erstaunte Gesichter vieler Spaziergänger, die der bunten Kavalkade der Reiter und Pferdegespanne zuwinkten und den Abritt in den Greiz-Werdauer Wald verfolgten. Auf unterschiedlichen Wegen für Reiter und Gespanne ging es dann durch den Wald nach Bildhaus, wo es an der Waldgaststätte „Waidmanns Ruh“ zu einem regelrechten Auflauf der Wanderfreunde kam, als die Kavalkade von Reitern und Gespannen unter den Jagdhornklängen der Hubertusjagd vorfuhr und das zweite Frühstück dort nahm. Für die Kinder das Größte – einmal die Pferde streicheln, während sich die Großen vom ersten Teilabschnitt dieser Hubertusjagd erholten und stärkten. Immerhin hatten die Reiter da schon die ersten Hindernissprünge hinter sich. Selbst den Gaststättenbesuchern in Bildhaus bliesen die Jagdhornmbläser aus Niedersachsen mit dem „großen Halali“ ein Ständchen und ernteten entsprechenden Beifall dafür. Dann ging es weiter zur Mittagsrast auf die Höhe von Teichwolframsdorf mit dem weiten Blick auf Ronneburg, den Bismarckturm bei Reust und den Höhen um Gera, wo eine herzhafte Gulaschsuppe nicht nur dem Magen füllte und erwärmte, sondern auch für weitere gute Laune sorgte. Dazu trugen die Dressurvorführungen von Doreen Weiß und die wilden Kosakenritte von Christian Weiß während dieser Pause bei. Natürlich ging es dann in Richtung Schlöthengrund und Waldhaus, um der bekannten Töpferei sowie dem Töpfermeister Ralf Neundorf in Greiz-Waldhaus einen Besuch abzustatten und den Hubertusgruß, geblasen von den Jagdhornbläsern aus Niedersachsen, zu überbringen. Die Besucher und Gäste des Greizer Naherholungsgebietes staunten nicht schlecht ob dieser bunten reiterlichen Kavalkade von Pferd und Reiter bzw. Pferdegespanne und deren Insassen mit ihrer musikalischen Begleitung. Genauso wie sich Töpfermeister Ralf Naundorf ob des Besuches dieser Hubertusjagd bei ihm freute. Doch der Höhepunkt dieses Tages stand ja auf der Waldwiese am Hochbehälter Herrmannsgrün noch bevor. Gelingt es Detlef Rahnfeld, den Fuchs aus dem Vorjahr zu verteidigen, oder schnappt sich ein anderer in diesem Jahr den Fuchsschwanz? Also hieß es in wilder Hatz hoch zu Ross im gestreckten Galopp eine Runde um die Waldwiese zu reiten, um dann schnellstmöglich an der Vereinsflagge die Ziellinie zu überqueren. Letztendlich war es Diana Jäschke auf Ebano, die sich ein heißes Rennen mit Detlef Rahnfeld auf Djamil lieferte und die Entscheidung zum Fuchs 2014 ganz knapp für sich entschied. Sie kann sich über eine Weihnachtsgans freuen, die das landwirtschaftliche Unternehmen Dr. Gerd Schaller, Mohlsdorf ausgelobt hatte, wobei die Weihnachtsgans „Auguste“ noch eine Gnadenfrist zum Fleisch- und Fettansetzen auf dem Hof von Herrn Dr. Schaller in Mohlsdorf hat. Doch auch Hubert Jäschke und Janine Hielscher ließen ihren Gespannen bei dieser wilden Hatz freien Lauf und machten den Reitern mit toller Geschwindigkeit Konkurrenz. Natürlich hatte auch das Fuchsjagdgericht mit Diana Jäschke, Silvia Plankermann, Bianca Jäschke sowie Raphael Wölfel den ganze Tag mit Argusaugen darüber gewacht, dass keine Verstöße gegen die Regeln dieser Fuchsjagd unbeobachtet blieben. Mussten doch einige junge Damen mit Sonderstopp ihre Kutschen zum Stehen bringen, um dann selbst im gestreckten Galopp in den Büschen zu verschwinden. Die hohe Stunde des Fuchsjagdgerichtes dann am Abend im Hotel „Gudd“ in Mohlsdorf, wo die Delinquenten vom Fuchsjagdgericht vor dieses zitiert und ihrer gerechten Strafe zugeführt wurden. Allerlei Schabernack und ein sehr gemütlicher Abend ließen die Fuchsjagd in fröhlicher Runde ausklingen. Familie Angelika und Reinhard Müller sowie deren „Anhang“, die aus dem Nürnberger Land in der Nähe von Lauf zum wiederholten Mal in den Osten des Landkreises Greiz gekommen waren, zeigten sich begeistert von dieser tollen Fuchsjagd, der herrlichen Gegend zwischen Greiz und Werdau und den vielen freundlichen Menschen, die sie kennen lernen. Ein Tag so ganz nach dem Geschmack der Pferdesportfreunde beim RFV Mohlsdorf e.V. sowie ihrer Gäste aus vier Bundesländern, der seinen schönen Ausklang im Mohlsdorfer Hotel „Gudd“ fand und zum weiteren Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander geführt hat. So haben die Mitglieder des RFV Mohlsdorf e.V. und ihre Gäste den 24. Jahrestag der Deutschen Einheit mit einem tollen Erlebnistag begangen und auf ihre Weise dieses Fest gefeiert.
Peter Reichardt @06.10.2014

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