Ringen: Eyleen Sewina gewinnt Bronze in Österreich

Ringen: Eyleen Sewina gewinnt Bronze in Österreich
Katarzyna Madrowska (Polen/Zweite), Alexanda Sundhal (Schweden/Siegerin) sowie die beiden Dritten Eyleen Sewina und Olivia Hennigson (Schweden) zur Siegerehrung. Foto: RSV Rotation Greiz

Greizerin startete in der Gewichtsklasse 63 kg, in der sie acht Gegnerinnen aus Schweden, Polen, Ungarn, Slowenien, Kroatien und der Schweiz hatte
WOLFURT/GREIZ. Mit vier Medaillen bei den deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend seit 2011 – im Vorjahr erkämpfte sie außerdem noch eine Bronzemedaille bei den Juniorinnen – gehörte Eyleen Sewina vom RSV Rotation Greiz zu den erfolgreichsten Ringerinnen der Region. In diesem Jahr muss sie nun erstmals bei den Frauen starten, wo die Trauben für eine junge Sportlerin normalerweise entschieden höher hängen. Nach dem durchaus erfolgreichen Start bei den stark besetzten Baden-Württembergischen Meisterschaften, bei denen ein fünfter Platz gelang, ging es nun zum ersten internationalen Turnier im Frauenbereich. Das zum 25. Mal ausgetragene Flatz-Turnier im österreichischen Wolfurt hat sich im letzten Jahrzehnt zu einer festen Größe im internationalen Wettkampfkalender entwickelt. In diesem Jahr reisten 179 Sportlerinnen und Sportler aus 13 europäischen Ländern in die Kleinstadt unweit der Mündung des Rheins in den Bodensee.
Eyleen Sewina startete in der Gewichtsklasse 63 kg, in der sie acht Gegnerinnen aus Schweden, Polen, Ungarn, Slowenien, Kroatien und der Schweiz hatte. Im Auftaktkampf war sie der Slowenin Maja Baumhakl in allen Belangen überlegen und führte bei ihrem Schultersieg nach nur 45 Sekunden durch zwei Beinangriffe und eine Beinschraube bereits eindeutig nach Punkten. Im Vorjahr hatte Eyleen die Teilnahme an den Europameisterschaften der Kadettinnen knapp verpasst. Ihre nächste Kontrahentin, die Schwedin Alexandra Sundahl, hatte dort wie auch bei der Weltmeisterschaft die Bronzemedaille erkämpft. Die Schwedin, der schon bei der EM 2013 ein Medaillengewinn gelang, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte in der fünften Kampfminute mit technischer Überlegenheit. Die Schwedin erreichte damit das Finale, in welchem sie siegreich blieb. Die Greizerin hatte nun noch die Chance auf Bronze, musste dafür aber die Ungarin Reinis Borostyan bezwingen. Die WM-Teilnehmerin von 2014 war eine erfahrene Gegnerin, fand aber gegen die Beinangriffe von Eyleen Sewina keine Verteidigungsstrategie und unterlag 15 Sekunden vor Schluss der Begegnung mit 0:10 Punkten. Die Freude auf Seiten der Bronzemedaillengewinnerin war groß, konnte doch in der letzten Woche auf Grund einer Erkrankung kaum trainiert werden.

Erhard Schmelzer @07.02.2016