Ringen: Hauchdünne Niederlage im Pool

Eyleen Sewina kämpft in Schweden
Eyleen Sewina, RSV Rotation Greiz

Eyleen Sewina konnte Titel des Vorjahres nicht verteidigen
BERLIN/GREIZ. Mit der Titelverteidigung wurde es leider nichts. Bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend im Ringen gelang es Eyleen Sewina vom RSV Rotation Greiz nicht, ihren im Vorjahr erkämpften Titel in der Gewichtsklasse 60 kg zu verteidigen. Ursache dafür war eine hauchdünne Niederlage im zweiten Poolkampf gegen Andrea Grasruck (ASV Neumarkt). Danach war nur noch der zweite Platz im Pool und die Bronzemedaille möglich. Für Eyleen Sewina war es bei der fünften möglichen Teilnahme an Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend der vierte Medaillengewinn. Bereits bei ihrem ersten Start bei nationalen Titelkämpfen 2011, auch damals war Berlin der Austragungsort, wurde die Bronzemedaille erkämpft. Vor zwei Jahren wurde die Vizemeisterschaft errungen, der im Vorjahr der Gewinn der Meisterschaft folgte. Nur 2012 musste mit dem undankbaren vierten Platz vorliebgenommen werden.
In diesem Jahr stand natürlich die Titelverteidigung auf dem Plan. Von den 12 gemeldeten Sportlerinnen gingen 9 Athletinnen über die Waage. Anfänglich lief alles wie vorgesehen. Die erste Gegnerin, Lucia Schiller aus Werdau, bekannt aus vielen Wettkämpfen in der Region, wurde am Freitagabend sicher mit 12:0 bezwungen. Nach einem Freilos am Sonnabend kam es zum Aufeinandertreffen mit Andrea Grasruck aus Bayern. Beide Sportlerinnen kennen sich gut, trainiert doch auch das Mädchen aus der Oberpfalz bereits seit zwei Jahren in der Trainingsgruppe der Sportschule Jena. In der ersten Runde dominierte Eyleen Sewina und ging mit Punkteführung in die Pause. Zu Beginn der zweiten Runde gelang ihrer Kontrahentin ein Beinangriff, der die Greizerin in Rückstand brachte. Am Ende ging der Kampf 3:4 verloren. In der Zwischenzeit waren alle anderen Sportlerinnen im Pool bis auf die Württembergerin Ronja Stribick nach zwei Niederlagen ausgeschieden. Gegen diese Sportlerin mussten nun beide noch kämpfen. Eyleen Sewina gewann mit 7:2. Da aber auch ihre bayerische Widersacherin erfolgreich war, hieß die Poolplatzierung Grasruck vor Sewina und Stribick.
Bei den Finalkämpfen erwies sich, dass der Pool mit Eyleen Sewina der weitaus stärker besetzte war; alle drei Finalkämpfe konnten die Mädchen dieser Gruppe für sich entscheiden. Andrea Grasruck wurde Deutsche Meisterin, Eyleen Sewina sicherte sich mit einem klaren 15:0 Sieg über die Berlinerin Frances Löhnhardt die Bronzemedaille.
Der letzte Auftritt für die erfolgreichste weibliche Sportlerin des RSV Rotation Greiz verlief bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend nicht wie erhofft. Dass Eyleen Sewina aber auch bei den Juniorinnen erfolgreich sein kann, bewies sie bereits vor zwei Wochen, als sie sich als jüngste Sportlerin die Bronzemedaille sicherte.

Erhard Schmelzer @22.03.2015