Sängertreffen des Neuen Reußischen Sängerkreises

Sängertreffen des Neuen Reußischen Sängerkreises

Chorkonzert der Vielseitigkeit
56. Kreissängertreffen des Neuen Reußischen Sängerkreises fand unter hohem Niveau statt. Der Mohlsdorfer Günter Hinz wurde für 50-jährige Chorzugehörigkeit geehrt.

Sängertreffen des Neuen Reußischen Sängerkreises
Der Paul-Dessau-Chor unter Leitung von Doris Marek.
Greiz. Wer kennt nicht Ludwig Uhlands geflügeltes Wort „Singe, wem Gesang gegeben? Am Sonnabendnachmittag konnte man in der Reudnitzer Turnhalle einmal mehr erleben, wie die Chöre des Neuen Reußischen Sängerkreises die Gäste mit schönen Weisen erfreuten und dass das Singen den Choristen eine Menge Spaß bereitet. Insgesamt zehn Chöre präsentierten ihr Liedgut, das von traditionellen Volksliedern über Eigenkompositionen bis hin zu Schlagern reichte, in einem vielseitigen Programm. Nachdem vom Bläserensemble Querblech unter Leitung von Matthias Härtig mit flotten Klängen auf den musikalischen Nachmittag eingestimmt wurde, sangen die Kinder und Jugendlichen des Paul-Dessau-Chores unter Leitung von Doris Marek mit frischen Stimmen das wunderschöne Volkslied An hellen Tagen, gefolgt von Drafi Deutschers Marmor, Stein und Eisen bricht. Den Frater Kellermeister, ein heiteres rheinisches Stück, interpretierte der Männerchor Kurtschau unter Leitung von Rolf Jetschke. Mit gesanglicher Finesse und bestechender Klangfülle brachten die Chöre Gommla/Irchwitz unter Leitung von Ulrich Jung, begleitet von Kathrin Bauch am Piano, ein humoristisches Gesangspotpourri zu Gehör. Es sei eine kluge Entscheidung gewesen, die beiden Chöre zu einer Singgemeinschaft zu vereinen, wie der 1. Vorsitzende des Neuen Reußischen Sängerkreises, Ulrich Zschegner meinte, der auch galant durch das Programm führte. Nun mache es den Choristen wieder sichtlich Spaß zur Singstunde zu gehen. Die Schönheit des goldenen Herbstes brachte der Frauenchor Schönfeld unter Leitung von Sabine Dietzsch mit dem fein vorgetragenen Lied Bunt sind schon die Wälder zum Ausdruck. Den Titel Mondnacht nach einem Text von Joseph von Eichendorff und einer Vertonung durch den Greizer Kantor Richard Jung, Großvaters des Chorleiters Ulrich Jung interpretierte die Männerchorgemeinschaft Greiz unter Leitung von Markus Dietzsch sehr gefühlvoll. Der Männergesangsverein Raasdorf unter Leitung von KMD Wolfram Otto brachte die Gäste mit dem populären russischen Lied Kalinka zum Mitklatschen und erntete viel Beifall. Den Jäger aus Kurpfalz intonierte das Volkskunstensemble unter dem Dirigat von Christiane Lorenz. Zuvor hatten die Choristen und Gäste der Veranstaltung des am 27. Juli verstorbenen Chormitglieds Wolfgang Weber gedacht, der als Urgestein und Mitbegründer des Chores galt, wie Ulrich Zschegner würdigte. In Memoriam sang das Ensemble den vertonten Gotthold-Roth-Titel Greiz, teure Heimat mein. Schwungvoll präsentierte sich danach der Männerchor Mohlsdorf mit der Komposition des Chormitglieds Gunnar Dietze Musikanten sind wir, einer Welt-Uraufführung, so Zschegner. Dass sie auch der englischen Sprache mächtig sind, demonstrierten die Männer mit dem bekannten Titel Always look on the bright side of life. Das vielseitige Programm beschloss der Sängerkranz Wildetaube unter Leitung von Andreas Held. Gut nuanciert und rein in der Artikulation sangen sie das beliebte Volkslied Kein schöner Land. Geehrt wurde an diesem Nachmittag der 1. Vorstand des Männerchores Mohlsdorf, Günter Hinz für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Chor. Seit 31 Jahren leistete er zudem hervorragende Arbeit im Vorstand, betonte Zschegner in ehrenden Worten. Eine weitere Überraschung erlebten die Sänger des Raasdorfer Männergesangvereins. Aus den Händen von Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) erhielten die Choristen eine Zuwendung aus Lottomitteln in Höhe von 1000 Euro. Man nehme diese Summe zum Kauf neuer Chorkleidung, wie die Sänger betonten. Im kommenden Jahr feiere man das 140-jährige Jubiläum des Vereins und wolle dies natürlich gut gekleidet begehen. Nach siebzehn Jahren des Tragens sei ihre derzeitige Garderobe schon etwas verschlissen.
Antje-Gesine Marsch @13.10.2012