Stehende Ovationen für Greizer Chöre

Stehende Ovationen für Greizer Chöre
Der Jugendchor an St. Marien mit seinem schönen Gesang.

Das Adventssingen zog wieder hunderte von Besuchern in die Stadtkirche St. Marien
GREIZ. Das Adventssingen christlicher Chöre der Stadt Greiz wurde am Sonntagabend von den hunderten Gästen mit stehenden Ovationen und lang anhaltendem Beifall gewürdigt.
Seit fünfzehn Jahren ist die ökumenische Veranstaltung zu einer liebgewordenen Tradition in der Vorweihnachtszeit avanciert. Am 3. Advent nutzten zahlreiche Menschen die Möglichkeit, für eine Stunde dem Trubel des Weihnachtsmarktes zu entfliehen und eine musikalische Zeit der Besinnung und Erbauung zu erleben. Sechs Chöre – der Cäcilienchor der Katholischen Gemeinde Herz-Jesu, der Chor der Apostolischen Gemeinde, der Kantatenchor, der Posaunenchor, der Jugendchor an St. Marien und der Kinderchor an St. Marien – gestalteten unter ihren künstlerischen Leitern Ralf Stiller, Albrecht Rohleder und Winfried Arenhövel ein abwechslungsreiches, von hoher Qualität geprägtes Programm, das auf die nahende Weihnacht einstimmte. Nachdem der Posaunenchor unter Leitung von Kantor Stiller von der Orgelempore aus mit festlichen Klängen die Veranstaltung eröffnete, sang der große Ökumenische Chor drei beliebte Weihnachtstitel: „Also hat Gott die Welt geliebt“, „Freu dich sehr, du Tochter Zion“ und „Hosianna dem Sohne David“ unter den Dirigaten von Albrecht Rohleder und Winfried Arenhövel. Den ersten Applaus der Veranstaltung erhielten die Jüngsten des Kinderchores unter Leitung von Ralf Stiller, die „Schau auf die Welt“ von John Rutter sangen. Einmal mehr konnte an diesem Abend der Jugendchor an St. Marien mit seiner Leistung beeindrucken. „Übers Gebirg Maria geht“ wurde von den Jugendlichen berührend interpretiert; ebenso der Titel „Herbei o Ihr Gläubigen“, den ein gemischter Männerchor von der Orgelempore gemeinsam mit dem großen Chor intonierte. Das Jugendkammerensemble brachte den 1. Satz des Concerte C-Dur von Francesco Manfredini zu Gehör. Das Lied „Christnacht, o Weihnacht“ wurde vom Ökumenischen Chor und der Solistin Friederike Heckmann (Flöte) dargeboten, bevor alle Chöre im Wechsel mit der Gemeinde Georg Friedrich Händels „Tochter Zion“ anstimmten.
Zu Beginn brachte der Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde, Michael Riedel den Wunsch zum Ausdruck, das Adventssingen und die damit verbundene Besinnung solle ein „seelisches Großreinemachen“ werden. Darauf kam der Pfarrer der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde, Christoph Behrens abschließend zurück. Er bedankte sich für die wunderschöne, zu Herzen gehende Aufführung und wünschte den Beteiligten und den Gästen des Gotteshauses eine gesegnete Weihnacht.

Antje-Gesine Marsch @14.12.2015