Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) besucht Greizer Brauerei

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) besucht Greizer Brauerei
Auf ihrer Sommertour besuchte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) auch die Greizer Brauerei - hier im Gespräch mit Inhaber Thomas Schäfer und MdB Volkmar Vogel

GREIZ. Auf ihrer traditionellen Sommer-Tour durch Thüringen machte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) auch Halt in der Vereinsbrauerei, in der sie von Inhaber Thomas Schäfer und seiner Gattin Steffi herzlich empfangen wurde. Bei einem Rundgang durch den Betrieb konnte sich die Landesmutter überzeugen, mit wie viel Engagement, persönlichem und finanziellem Einsatz die Brauerei zu dem wurde, was sie heute ist: ein moderner Betrieb, der auf eine bereits 140-jährige Braugeschichte zurückschauen kann. In den Füller, der den 40 Jahre alten Vorgänger ersetzt und das Herzstück einer Abfüllanlage ist, hat Thomas Schäfer 700000 Euro investiert, wie er berichtete. Die Ministerpräsidentin zeigte großes Interesse an den Abläufen des Brauereibetriebes und besichtigte auch das Sudhaus. Das von Christine Lieberknecht benutzte geflügelte Wort Bier braucht Heimat unterstrich einmal mehr den Fakt, dass die deutsche Brauereilandschaft authentisch und mit der Region stark verbunden ist.
Den jährlichen Bierabsatz zu halten, nannte Thomas Schäfer als avisiertes Ziel, was Christine Lieberknecht in Anbetracht der derzeitigen Lage als äußerst positiv einstufte. Natürlich kam der Brauereichef auch auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu sprechen. Das schwierigste an unserer Arbeit ist, dass wir die hohen Energiepreise irgendwie meistern müssen, nannte Thomas Schäfer als primäre Belastung des Betriebes: Das drückt uns an die Wand. Das EEG mache die Unternehmensbetreiber kaputt und müsse komplett überarbeitet werden, so Schäfer. Sachlich sah es MdB Volkmar Vogel (CDU): Das EEG muss gedeckelt werden! Im Oktober dieses Jahres wird endgültig feststehen, wie hoch die EEG-Umlage im nächsten Jahr ausfällt, wobei Experten schon jetzt mit einem Anstieg von derzeit 5,3 Cent auf bis zu 7 Cent je Kilowattstunderechnen. Wie Thomas Schäfer sagte, würde er gern eine Photovoltaikanlage installieren lassen, was aber letztendlich an der Liquidität scheitere. Die Abgaben sind einfach zu hoch, resümiert der Brauereichef. Ginge es nach Volkmar Vogel würde der Politiker auf die normale Investitionsförderung zurückgehen.

Antje-Gesine Marsch @16.08.2013

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