Bildbeschreibung → Der Mohlsdorfer Hubert Jäschke belegte bei den offenen Landesmeisterschaften in Finsterwalde einen hervorragenden 4. Platz.

Hubert Jäschke ging am zweiten Wettkampftag in Front

Mitteldeutsches Vierspänner Championat in Mohlsdorf mit Königsdisziplin am Samstag

MOHLSDORF. Tag zwei des Mitteldeutschen Vierspänner Championats – die Königsdisziplin, die Strecken- und Geländefahrt, stand auf dem Programm. Und das erneut unter erschwerten Bedingungen, da weiterhin tropische Temperaturen den Tag bestimmten. Rund 10 Kilometer auf einem Rundkurs mit vorgegebener Zeit am Greiz-Werdauer Wald entlang, natürlich mit tierärztlicher Kontrolle unterwegs, und dann noch im Abstand von mindestens 200 Metern sechs Geländehindernisse möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen, das erforderte eine kluge Einteilung des Tempos auf den einzelnen Streckenabschnitten sowie in den Gangarten, aber genau so eine hohe Konzentration in den Geländehindernissen und der Suche nach dem kürzesten Weg durch sie, wobei insbesondere das Piratennest ( Hindernis 1 ) und der Wassergraben ( Hindernis 6 ) erneut ihre Tücken bewiesen. Das war die große Stunde von Hubert Jäschke vom RFV Mohlsdorf e.V., dem Lokalmatador, mit seinem Vierspänner Großpferd. Er fuhr diese Prüfung mit Bravour, vier Mal Bestzeit in den Hindernissen, kam ohne Einfädeln oder Hängenbleiben durch die sechs Hindernisse und holte sich den Sieg in dieser Disziplin. Ein Erfolg, der ihn in der Zwischenwertung nach Dressur sowie Strecken- und Geländefahrt bei den Vierspännern Großpferd ganz vorn sah. Martin Kappe vom RFV Gestüt Linda e.V., der Dritte nach der Dressur bei den Vierspännern Großpferd, setzte mit seinem Gespann eine kluge Strategie in die Tat um, ließ sich von den äußeren Bedingungen nicht beeindrucken und holte sich den zweiten Platz in dieser Disziplin. Damit verbesserte er seine Position auf die Kombination zum Mitteldeutschen Vierspänner Championat in der Zwischenwertung nach Dressur sowie Strecken- und Geländefahrt, während Dirk Beck vom RFV Erfurt-Schwerborn e.V. mit seinem Gespann in den Geländehindernissen drei Mal einfädelte und damit wichtige Zeit verlor. Also damit das Platzierungsgeschehen bei den Vierspännern Großpferd umgekrempelt. Bei den Vierspännern Fahrpony eine ähnliche Entwicklung im Tagesgeschehen. Martin Ritter vom Pony SV Wenigenauma e.V., der Zweite nach der Dressur, ließ seinem Gespann freien Lauf, fuhr drei Mal Bestzeit in den Hindernissen, holte damit natürlich in der Kombinationswertung mächtig auf und den Sieg in der Strecken- und Geländefahrt Vierspänner Fahrpony. Doch auch sein Sportkamerad Andre Frank vom Pony SV Wenigenauma e.V. fuhr ein ganz kluges Rennen und teilte sich die Zeit gut ein, so dass der zweite Platz in dieser Disziplin für ihn zu Buche stand. Steve Jauer vom RFV Sonnewalde e.V. mit seinem Pony-Gespann, er war nach der Dressur Vierter im Klassement, konnte sich auf Platz Drei in der Strecken- und Geländefahrt verbessern, während Jörg Schultz vom RFV Kirchscheidungen e.V., der Führende nach der Dressur, mit seinem Gespann Probleme hatte, mehrfach in den Hindernissen hängen blieb und nur auf Platz Vier in dieser Konkurrenz einkam. Hier war schon ersichtlich, dass Andre Frank vom Pony SV Wenigenauma e.V. seine Chance witterte.
Die Einspänner Großpferd und Fahrpony hatten auf ihrem Kurs durch die Hindernisse ( ohne Wassergraben ) fünf davon zu bewältigen. Beim Großpferd ließ sich Bettina Winkler vom RFV Gestüt Bretmühle e.V. mit der eingespannten FST Arielle nicht überraschen, fuhr vier Mal Bestzeit in den Hindernissen und baute ihre Führung sowohl bei der Thüringer Landesmeisterschaft 2015, als auch dem Lady-Cup aus. Platz Eins in der Strecken- und Geländefahrt der Lohn der Mühe! Auf Platz Zwei kam der von der TG Willersdorf e.V. ( Franken ) angereiste Michael Bastian mit ECC’s Andy an den Leinen, während Mario Zahn mit Amira an den Leinen vom RFV Langenbernsdorf e.V. sich den dritten Platz in dieser Konkurrenz erkämpfte. Mit diesen Ergebnissen, außer der Leistung von Bettina Winkler mit FST Arielle, wurde das Zwischenklassement bei den Einspännern Großpferd völlig durcheinander gewirbelt. Bei den Pony-Einspännern Klasse M war es Boris Zeugner mit Sando S von den Pferdefreunden Neuburg an der Donau e.V., der eine tolle Leistung ablieferte und sich an die Spitze dieser Konkurrenz setzte. Ihm folgte Mandy Müller mit Wildgeist vom RFV Sonnewalde e.V., die vor wenigen Jahren noch für den RFV Mohlsdorf e.V. startete, auf den zweiten Platz und Thomas Rodewohl mit Non-Stop vom RFV Altmittweida e.V. auf dem dritten Platz.
Anett Körner vom Sächsischen RFV Waldenburg e.V. holte sich bei den Zweispännern Großpferd, wie in der Dressur den Sieg und baute damit ihre Kombinationsführung aus. Ihr folgten auf den Plätzen Peter Werner mit seinem Gespann vom RG Geldersheim e.V.und Daniel Stötzer vom RFV Erfurt-Schwerborn e.V. Danny Petke vom RFV Seelitz e.V. führte seinen Pony-Zweispänner unangefochten zum Sieg bei der Strecken- und Geländefahrt, während Thomas Gebhardt von der SG Birkungen 07 e.V. und Jörg Richter vom RFV Dorfchemnitz e.V. mit ihren Pony-Gespannen die Plätze Zwei und Drei belegten. Wichtige Punkte für die Kombinationswertung wurden da gesammelt – so der Kommentar von Michel Sprigade, einem der Wertungsrichter. Interessant auch, dass Bettina Winkler, die in der Klasse A mit Hofmeister in die Konkurrenz ging, die Qualifikation zum Bundeschampionat Deutsches Reit- und Fahrpferd in Warendorf bereits in der Tasche hat.
Ein Wettkampftag, der erneut Kondition und Konzentration von den Pferden und Fahrern abforderte, rasante und spannende Fahrten durch die Hindernisse zeigte und tollen Fahrsport erleben ließ.

Peter Reichardt @12.08.2015

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