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Tischendorf: Ein Unternehmen mit langer Tradition

Tischendorf: Ein Unternehmen mit langer Tradition
So kennt man das Geschäft in der Marktstraße 7 noch heute. Archiv Tischendorf

Das 140-jährige Jubiläum der alteingesessenen Greizer Firma steht im Oktober 2018 ins Haus

GREIZ. Ein Unternehmen, das Brände, zwei Weltkriege, Inflation und Zeiten der Verstaatlichung überstanden hat, kann über 140 Jahre hinweg nur von einer wirklich engagierten Familie geführt worden sein. Das waren und sind die „Tischendorfs“: Ein Begriff in Greiz. Seit Jahrzehnten kaufen die Greizer im Schreibwarengeschäft in der Marktstraße 7 ein und nehmen Buchbinde- und Druckdienstleistungen in Anspruch.
Dabei lohnt sich ein Blick in die Historie: Über elf Generationen lässt sich das Papierhandwerk in der Familie zurückverfolgen. Gottfried Heinrich Tischendorf (1774-1806) – ein Ahne von Valentin Tischendorf (1606-1676), der 1634 die Papiermühle kaufte, die im Jahre 1589 als „Klaatzsch“ im Aubachtal gegründet wurde – verlegte die Mühle ins Göltzschtal. Dort hatte sie aufgrund günstigerer Wasserverhältnisse „ein besseres Fortkommen“, wie es in historischen Unterlagen heißt.
Bis zum Jahre 1808 blieb die Papiermühle an der Göltzschmündung im Besitz der Tischendorfs. Gottfried Heinrich Tischendorf war erst zweiunddreißigjährig, als er starb.
Caroline Wilhelmine, seine Witwe, verkaufte die Papiermühle zu einem Preis von 15.000 Reichstalern an einen ihrer Lehrlinge: Christian Friedrich August Günther, der aus dem Sächsischen kam und dessen Nachkommen sie zu einer der größten Papierfabriken Deutschlands in Privatbesitz ausbauten.
Doch zurück zur Firma Ernst Tischendorf:
Am 7. Oktober 1878 eröffnete Ernst Theodor Tischendorf seine Firma als Einmann-Betrieb in der Hirschsteingasse 6. Später (1890/91) sind die Druckwerkstatt und das Geschäft in die Marktstraße 7 umgezogen.
Im Laufe der Jahre fanden weitere Erweiterungen und Modernisierungen statt. Doch in unserer schnelllebigen Zeit mit der rasanten Entwicklung der Technik ist ein Betrieb der Konkurrenz nur gewachsen, wenn seine Produkte und Dienstleistungen denen anderer Firmen überlegen sind.
Um den steigenden Kunden- und Marktanforderungen nach der politischen Wende in den neuen Bundesländern gerecht zu werden, musste ein neues Domizil gefunden werden. Im Gebäude des ehemaligen Baureparaturbetriebs wurde die Firma Tischendorf fündig und alles auf den Bedarf der Druckerei umgebaut.
Ende 1999 zog der Betrieb in die Gotthold-Roth-Straße 19 ein.
Am 10. Oktober 2003 konnte dort das 125-jährige Firmenjubiläum gefeiert werden. Zu diesem Anlass hatte Heinrich Tischendorf seinem Sohn Christian das Unternehmen in fünfter Generation übergeben. Der technische Fortschritt entwickelte in den folgenden Jahren vor allem durch die fortschreitende Digitalisierung und das Internet eine enorme Dynamik. 2013 trug man mit der Umfirmierung der Druckerei & Buchbinderei Ernst Tischendorf in TISCHENDORF :: DIE MEDIENPARTNER den Marktanforderungen erneut Rechnung. Seither ist die Firma ein innovatives mittelständisches Medienunternehmen mit den Schwerpunkten Marketing, Druck und Verlag sowie allen dazugehörigen Dienstleistungen. „Wir bieten individuell passende Lösungen zur Kommunikation auf Papier und neuen Medien“, umreißt Christian Tischendorf das Portfolio des Unternehmens.
„Weiterhin spielt gedruckte Kommunikation eine wichtige Rolle, nur eben anders. Zielgerichtet in kleinen Auflagen, individuell, personalisiert und verknüpft mit digitalen Medien. Die Grafik-Gestaltungsdienstleistungen drehen sich nun auch um Webdesign und in der Buchbinderei sind neben der traditionellen Buchreparatur Dienstleistungen wie Mailingversand, Konfektionierarbeiten mit Warenproben oder Aufmerksamkeitsverstärkern und Versandarbeiten für Produkte aus unseren Onlineshops an der Tagesordnung.“

Antje-Gesine Marsch @05.10.2018

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