Verein the.aRter: 2. Sommer.KultuRtage mit Erfolg über die Bühne gebracht

Oberes Schloss Greiz: 2. Sommer.KultuRtage luden ein
Ausschnitte aus der Kinderwerkstatt des Greizer Theaterherbstes "Momo".

400 Gäste zog es am Wochenende auf den Schanzengarten des Oberen Schlosses zu den 2. Sommer.KultuRtagen des Greizer Vereins the.aRter

GREIZ. Die 2. Sommer.KultuRtage, die von Freitag- bis Sonntagabend rund 400 Gäste in den Schanzengarten des Oberen Schlosses lockten, waren „nicht enttäuschend“, resümierte Stephan Marek, Chef des organisierenden Vereins the.aRter.
Zwar blieb der späte Freitagabend nicht von einem massiven Regenguss verschont, doch trotzte die Band „In Schwarz“ dem Nass und spielte akustisch im Rundpavillon, der Gästen und Musikern einen relativ trockenen Ort bot. „Dafür noch einmal unseren herzlich Dank“, unterstrich Stephan Marek.

Zuvor hatte der Greizer Theaterherbst eingeladen, die einzelnen Werkstätten des sozio-kulturellen Festivals kennzulernen. Jede Werkstatt brachte einen kleinen Ausschnitt ihres Programms auf die Bühne und machte somit Appetit auf die Vorstellungen, die vom 15. bis 23. September einladen. Auch die Ganzjahresschauspielwerkstatt unter Leitung von Martin Heesch offerierte Sequenzen des aktuellen Stückes „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Zudem spielte das JazzWerk-Orchester unter Leitung von Ulrich Blumenstein Stücke aus seinem „Treibholz“-Programm.

Der Samstagtnachmittag stand ganz im Zeichen des Sommermärchens 2017: „Selene und das Lachen des Glücks“ des Spontantheaters unter Leitung von Anke Hartmann. „Da blieb das Interesse leider hinter den Erwartungen zurück“, bedauerte Stephan Marek. Als Schlussfolgerung werde man im kommenden Jahr eine Stunde später starten – dem Mittagsschlaf der jüngsten Besucher geschuldet.

Das Sommerkino in Kooperation mit dem Filmclub „Casino“, das den Streifen „LaLaLand“ am Samstagabend präsentierte, sei dagegen „bombastisch besucht“ gewesen, freut sich der Vorstandsvorsitzende.

Zum ersten Mal wurde am Sonntagmorgen zum Open Air-Gottesdienst in den Schanzengarten geladen. Stephan Marek plante mit der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde bereits im Vorjahr, gemeinsam einen Gottesdienst über den Dächern der Stadt der Greiz zu feiern. Mit Erfolg – denn zahlreiche Besucher kamen in den Schanzengarten. Die Glocken der Stadtkirche St. Marien waren auch hier gut zu hören, so dass alles stimmig war. Besonders berührend wurde von Pfarrer Michael Riedel das Hohelied der Liebe aus dem 1. Korintherbrief vorgetragen – Kantor Ralf Stiller verschaffte den Worten virtuosen Klang und Raum. Kurze Irritation kam auf, als Ines Hohmuth und Pfarer Christian Colditz den Gottesdienst „störten“ und mit Gehässigkeiten gegen ihre Mitmenschen aufwarteten. Dass dieses unerwartete Anspiel auf die Predigt einstimmte, begriffen die Gottesdienstbesucher schnell. Dabei ging um die „gespiegelte Menschlichkeit“ und den Spiegel in der Hand, der die ungeschminkte Wahrheit sagt, aber im Grunde nur einen winzigen Augenblick festhält.

Den Abschluss bildete ein abendliches Konzert der Männerchorgemeinschaft Greiz unter Leitung von Markus Dietzsch. „Wir haben einige neue Stücke eingeübt“, so der Chorleiter, der seine Sänger als „sehr ehrgeizig und motiviert“ bezeichnete. „Auftritte, wie dieser auf dem Schanzengarten vor zahlreichen Besuchern beflügeln die Männer geradezu“, schätzte Markus Dietzsch ein. Dass es immer wieder ein „harter Weg zum Erfolg“ ist, ließ er dabei nicht unerwähnt. Die Männerchorgemeinschaft Greiz interpretierte Titel wie „“Das Morgenrot“ von Robert Pracht; den „Abendchor“ aus dem „Nachtlager in Granada“ von Conradin Kreutzer oder „Mondnacht“ des Greizer Organisten und Kantor Richard Jung (1864 – 1932). Eine Auswahl schöner und bekannter Jagdlieder brachten die Sänger ebenso zu Gehör, etwa den „Jägerchor“ aus dem Freischütz von Carl Maria von Weber. Mit drei „schmissigen“ Titeln, wie „Aus der Traube in die Tonne“ von Kurt Lissmann schlossen die Sänger unter großem Beifall der Gäste das Programm ab, das in bewährter Weise von Ulrich Zschegner moderiert und zudem mit heitern Couplets gewürzt wurde.

Erwähnenswert auch, dass der Verein the.aRter an allen drei Tagen für beste kulinarische Versorgung der Gäste sorgte. „Es hat nicht nur uns Spaß gemacht, sondern auch das Publikum hat gezeigt, wie stimmungsvoll und vielseitig der Schanzengarten genutzt werden kann und dass es sich lohnt, den teils beschwerlichen Weg nach oben zu steigen“, resümiert Stephan Marek, die dritte Auflage der Sommer.KulruRtage am dritten Augustwochenende des Jahres 2018 bereits fest im Blick.

Antje-Gesine Marsch @28.08.2017

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