Virtueller Wahlkampf

Greizer Neustadt hat Zukunft
Blick auf den Greizer Neustadtring

Soziales Netzwerk Facebook eröffnet ganz neue Horizonte, oder?
GREIZ. Noch ein Vierteljahr, dann wird auch in Greiz zur Wahl des Bürgermeisters gerufen. Am 22. April entscheidet sich, ob das „alte“ auch das „neue“ Stadtoberhaupt sein wird oder ob ein anderer Kandidat das Rennen macht und fortan die Geschicke der Stadt lenkt. Noch ruht sprichwörtlich der See. Kurze Pressemitteilungen, Streit um ein Wahlplakat, das bereits im vergangenen Jahr für den Bürgermeisterkandidaten Detlef Zietan (IWA) warb und schließlich die Auflage des Bauamtes, dieses zu entfernen. Größere Aktionen blieben bislang aus – doch ist das nur die Ruhe vor dem Sturm? Die CDU will laut eigener Aussage auch einen Kandidaten aufstellen, die Linken sind sich noch nicht ganz sicher. Wurde Wahlkampf noch vor Jahren auf der Straße oder bei Veranstaltungen ausgetragen, verlagert er sich immer mehr ins Internet. So kann man auch auf der Facebook-Seite verfolgen, wie Wahlparolen geschrieben und diskutiert, Umfragen gestartet und Meinungen wiedergegeben werden. Selbst voten kann man www.facebook.de. Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) zählt zwar ebenso zur Schar der Facebook-Nutzer, doch sind es eher amtliche Termine, die angekündigt oder zu denen eingeladen wird. Wogegen die Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit (IWA) einen Account betreibt, der schon ziemlich direkt den Wahlkampf einläutet.
Antje-Gesine Marsch @19.01.2012