Weihnachtsbaum-Verbrennung erstmals in Greiz

Weihnachtsbaum-Verbrennung erstmals in Greiz
Nun brennt das Feuer wieder und die Tannenbäume gehen in Flammen auf.

Letzter großer Auftritt Greizer Weihnachtsbäume
Feuer zu legen scheint schwerer als diese zu löschen

GREIZ. Auch der wunderschönste Weihnachtsbaum, vor dem man noch vor wenigen Tagen mit glänzenden Augen saß, hat irgendwann ausgedient. Man kann nun überlegen, wie das gute Stück, nachdem er weniger liebevoll abgeschmückt als angeputzt wurde, am besten entsorgt werden kann. An Möglichkeiten bleibt – neben dem Warten auf die zentrale Abholung vor der Haustür noch etwas: Das Verbrennen. Die Idee, die in vielen umliegenden kleineren Orten schon seit Jahren erfolgreich umgesetzt wird, griffen nun auch die Mannen der Greizer Freiwilligen Feuerwehr auf und luden am Sonnabendabend auf das Areal nahe der Hainbergbrücke zur 1. Weihnachtsbaum-Verbrennung ein. Der Brauch, Bäume lodern zu lassen, ist eigentlich ein schwedischer man feiert damit im hohen Norden das Ende der Weihnachtszeit und die Wiederkehr des Tageslichtes.
Dass die Florians-Jünger Meister im Löschen von Bränden sind, scheint unbestritten. Allein im letzten Jahr rückten sie zu 39 Bränden aus und löschten diese mit Erfolg. Anders dagegen gestaltete sich das Anbrennen der bereits aufgeschichteten Tannen. Das wollte den Feuerwehrleuten zunächst nicht richtig gelingen. Dicke Rauchschwaden vernebelten die Neustadt und ließen die Fachleute zu Plan B greifen: Den Einsatz von Brandbeschleunigern. Was im Umkehrschluss immer funktionierte, sollte die Männer eine ganze Zeit lang beschäftigen das Entfachen eines Feuers schien sich also schwieriger zu gestalten als das Legen desselben. Doch auch dieses Problem lösten sie mit Bravour und bald schlugen die Flammen gen Himmel. Zwischenzeitlich hatte sich bereits eine Schlange von Leuten gebildet, die die ausgedienten Weihnachtsbäume ihrem letzten großen Auftritt zuführen wollten. Auch Gerd Deckinger hatte den einst prunkvollen Baum schon dem Feuer geopfert, ebenso Heidi und Wolfgang Körner. Gegen kalte Füße und Hände waren einige Feuerkörbe aufgestellt worden, Glühwein wärmte die zahlreichen Gäste der Veranstaltung von innen. Die Weihnachtsbaum-Verbrennung ist ein weiterer Schritt zur Belebung der Greizer Neustadt, wie Gerd Deckinger äußerte. Dem stimmten die Gäste einhellig zu, die auch vor den Organisatoren, der Freiwilligen Feuerwehr Greiz, den Hut zogen.

Antje-Gesine Marsch

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