Song „We are the world“ im Mittelpunkt der Betrachtungen

Zehntklässlerinnen der Lessingschule Greiz präsentieren Projektarbeit
v.l. Mandy Eisenkolb, Louisa Joachim, Alexandra Rohleder und Marla Winkelmann präsentieren ihre Projektarbeit über Haiti.

Zehntklässlerinnen der Lessingschule Greiz präsentieren Projektarbeit
GREIZ. Am Anfang waren ein Lied und die gemeinsame Liebe zur Musik. Der Song „Whe are the world“ der Initiative „Artists for Haiti“ war für vier Schülerinnen der Lessing-Regelschule der Impuls, sich mit dem Land Haiti und dem schrecklichen Erdbeben vom 12. Januar 2010 zu befassen, das innerhalb weniger Minuten 220000 Todesopfer und die gleiche Menge Schwerverletzter forderte.
Die Zehntklässlerinnen Mandy Eisenkolb, Louisa Joachim, Marla Winkelmann und Alexandra Rohleder präsentierten am Mittwochnachmittag vor Eltern, Neuntklässlern und natürlich einer gestrengen Prüfungskommission – bestehend aus Schulleiter Dieter Linke und den Pädagoginnen Andrea Baldauf und Bettina Henkel – die Ergebnisses ihrer einjährige Projektarbeit zu einem Thema, das nicht nur Geografie, Politik, Glauben und Gesellschaft sondern eben auch Musik miteinander verband.
Wie Schulleiter Dieter Linke eingangs erklärte, sei die Präsentation der dritte und letzte Teil des gesamten Projektes und folge dem Prozess und der Dokumentation.
Die Gesamtthematik wurde von den Schülerinnen in den unterschiedlichsten Facetten präsentiert: auf die Geografie und Geschichte des Landes ging Mandy Eisenkolb ein; hatte dazu eigens ein Modell aus Styropur angefertigt, das das Land samt Hauptstadt Port-au-Prince physisch darstellte. Zudem sprach sie über die Glaubensrichtungen der Einwohner, die im Wesentlichen vom Voodoo bestimmt wird, obgleich die Staatskirche römisch-katholisch ist. Marla Winkelmann stellte Erdbeben im Allgemeinen dar und welche Folgen und Auswirkungen sie haben. Dazu hatte sie ebenfalls sehr anschaulich ein Exponat angefertigt, das die Erde als Kugel und zugleich einen Querschnitt des Inneren aufzeigte. Die humanitären Hilfen, die nach dem Beben weltweit geleistet wurden, zeigte Alexandra Rohleder auf; ging dabei im speziellen auf die Hilfsorganisationen und die Notwendigkeit privater Hilfsaktionen ein. Nach den Recherchen, die die Zehntklässlerin anstellte, gibt es weltweit etwa 37000 Hilfsorganisationen, die ein jährliches Spendenvolumen von 120 Mrd. Dollar aufweisen können. Dass dabei nur 16 Prozent bei den wirklich Betroffenen ankommen, machte sie betroffen. Nach dem verheerenden Erdbeben von Haiti wurden international 4,19 Mrd. Dollar an Spendengeldern angewiesen, doch in Haiti kam davon nur ein Bruchteil dieser Summe an. Die Dringlichkeit privater Hilfsaktionen sei dadurch besonders bedeutsam geworden, wie Alexandra unterstrich und nannte als Beispiele Bill Gates oder Michael Jackson, die privat große Mengen an Geld spendeten. Dass man dabei nicht alle Hilfsorganisationen „über einen Kamm scheren“ kann, betonte die Schülerin. So seien etwa die „Caritas“ oder „Brot für die Welt“ seriöse Verbände.
An dieser Stelle schloss sich der Kreis zum Lied „We are the world, we are the children“ – Wir sind die Welt, wir sind die Kinder“, das die vier Schülerinnen im Anschluss gemeinsam sangen. Dazu gab Louisa Joachim in ihrem Kurzvortrag einige Erläuterungen. Das Original „USA for Africa!“ geschrieben von Michael Jackson und Lionel Richie, aufgenommen im Jahr 1985, diente als Vorbild des Benefiz-Songs „Artists for Haiti“, der am 1. Februar 2010 im gleichen Studio wie das Original vor 25 Jahren aufgenommen wurde. Michael Jackson verstarb wenige Monate vor der Einspielung, seine Schwester Janet wirkte allerdings an diesem Projekt mit. Um an Michael Jackson zu erinnern, zeigte Louisa perfekt den berühmten „Moonwalk“. Zur Gitarre sang sie den Song „Hold my hand“ und ging in ihren Ausführungen kurz auf die Musiktherapie ein, die sie selbst als positiv erlebte. Auch dem Thema Rassismus näherte sie sich und betonte die Gleichheit aller Menschen. In der Textzeile „Wir sind alle ein Teil von Gottes großer Familie“ käme das besonders einprägsam zum Ausdruck. An der Lessing-Regelschule, an der derzeit 250 Schüler lernen, sei Rassismus kein Problem, wie die Mädchen einhellig versicherten.
Dass die Aufregung der vier Schülerinnen erkennbar war, daran ließ Schulleiter Dieter Linke in seinen auswertenden Worten keinen Zweifel. Doch habe er selten so viele unterschiedliche und kreative Ideen zu einem Thema erleben können. Mit „großem Aufwand“ – Power-Point-Präsentation, Video, Landkarte, Bilder, Gesang, Vortrag, Exponate – hätten die Schülerinnen geschickt Geschichte und Musik inhaltlich verknüpft. Die liebevolle Dekoration des Raumes und das Gesamtpaket gefielen dem Schulleiter sehr gut, wie er wissen ließ. Den anwesenden Neuntklässlern gab Dieter Linke mit auf den Weg, innerhalb der Gruppe gut miteinander zu arbeiten und die Präsentation rechtzeitig zu erstellen.
Für ihre Leistungen erhielten Marla eine Zwei, Alexandra, Louisa und Mandy eine Eins als Note.
Die Zehntklässlerinnen bedankten sich bei ihrer Mentorin, Andrea Baldauf, für die Unterstützung und überreichten ihr einen bunten Blumenstrauß.
Die Zeit bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses hatten die Gäste genutzt, den selbst gemachten Obstsalat zu verkosten.

Antje-Gesine Marsch @10.04.2014
10.04.2014 – Zehntklässlerinnen der Lessingschule Greiz präsentieren Projektarbeit

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