Zur Zukunft des Steinbruchs Rentzschmühle bei Cossengrün

Zur Zukunft des Steinbruchs Rentzschmühle bei Cossengrün
Von links Ortsteilbürgermeister Alexander Schulze, Matthias Zeipert, Technischer Leiter Basalt AG, Ortsteilräte Cossengrün Mario Günther, Dietmar Mecklenburg, Reinhard Fuchs, Renate Färber, Frank Zickler, Betriebsleiter und Jan Engel Betriebsingenieur der Basalt AG Foto: Ortsteilrat

Die Basalt AG informierte in den Ortsteilen zur Zukunft des Steinbruchs Rentzschmühle bei Cossengrün

GREIZ. Die Basalt AG informierte den Ortsteilrat Cossengrün, Hohndorf und Schönbach über die Zukunft im Steinbruch Rentzschmühle. Obgleich die bergbaulichen Arbeiten nie eingestellt waren, gab es in den letzten Jahren kaum wahrnehmbare Aktivitäten. Aufgrund der rückläufigen Verfügbarkeit von hochwertigem Gestein anderenorts, wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten der Standort wieder an Bedeutung gewinnen, selbst wenn das geförderte Material dann weiter gefahren werden muss. Bis dahin ist eine sorgfältige Aus- und Vorrichtung des Betriebes in kleineren Schritten erforderlich.

Nach dem zuletzt erfolgten Abverkauf von früher produzierten Fertigprodukten, der Bewuchsbeseitigung und der Freimachung bisher mit alten Betriebsanlagen blockierten Gewinnungsbereiche, sind in diesem Jahr noch ein bis zwei Sprengungen geplant. Die Vorbereitungen laufen, um bis zu 30.000 Tonnen Frostschutzgemisch zu produzieren. Dazu wird eine mobile Aufbereitungsanlage in Form von Brechern auf Raupenfahrwerken aufgestellt, erklärt Matthias Zeipert, Technischer Leiter der Basalt-AG, Hartsteinwerke Bayern-Mitteldeutschland.
Geplant sind für die nächsten Jahre auch nur Größenordnungen um 50.000 Tonnen jährlich. Das bedeutet eine bis fünf Sprengungen pro Jahr. Der Zeitpunkt wird den Bürgern aus Cossengrün rechtzeitig durch Aushänge bekanntgegeben. Schon jetzt werden ein bis drei repräsentative Grundstücke in Cossengrün gesucht, wo bei jeder Sprengung ein Messgerät aufgestellt wird, um die Intensität der Sprengungen aufzuzeichnen und zu dokumentieren, so Zeipert und bittet Interessenten sich mit dem Ortsteilrat in Verbindung zu setzen.

Für die Cossengrüner scheint dies alles nichts Neues zu sein. Allen ist bekannt, dass der Rahmenbetriebsplan bis 2063 läuft und auch die geförderten Mengen scheinen im Vergleich zu früher eher gering, so der Ortsteilbürgermeister Alexander Schulze, bei der Zusammenkunft. Die Basalt AG gehört zu den größten Unternehmen für Natursteingewinnung. Sie betreibt bundesweit 80 Steinbrüche und beteuert einen partnerschaftlichen Umgang mit den umliegenden Bürgern hinsichtlich Lärm, Staub, Sprengungen und Verkehr. Für die Kletterer soll es eine Übereinkunft mit dem Deutschen Alpenverein geben. So bleibt der Nelkenstein auf der sächsischen Seite zum Klettern erhalten und es sollen geregelte Verhältnisse für den Zugang geschaffen werden. Zu den Aussichtspunkten und der Begehbarkeit der Wanderwege wird man sich Gedanken machen, verspricht Zeipert.

Inmitten des Steinbruchs hat sich vorübergehend ein See gebildet. Dieser avancierte in dieser Saison zum Badehotspot für nah und fern. Das Betreten des Steinbruchs ist jedoch nicht gestattet und somit auch das Baden verboten. Vom aktiven Betriebsgelände geht eine erhöhte Unfallgefahr aus und der Zugang für Rettungskräfte ist hier sehr schwierig. Auch gab es auf dem Gelände Müllhinterlassenschaften und Sachbeschädigungen. Daher laufen regelmäßige Kontrollfahrten und es wird jeder Verstoß zur Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gebracht.

Alexander Schulze @21.09.2016